Flexibel verbrauchen, Einsparpotenziale nutzen

An der Strombörse schwanken die Preise ständig – je nach Angebot und Nachfrage. Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien wie Wind und Sonne sorgt dafür, dass die Strompreise an der Börse stärker schwanken als früher. Zum Beispiel wenn viel Wind weht oder die Sonne scheint, wird mehr Energie ins Netz eingespeist und der Preis sinkt.

Die dynamischen Tarife geben Verbraucher:innen die Möglichkeit, vom aktuellen Börsenpreis zu profitieren und die eigenen Stromkosten gezielt zu senken. Ist der Börsenpreis entsprechend niedrig, kann es sich lohnen, den Verbrauch genau in diese Zeitfenster zu legen. Besonders interessant kann das für Haushalte mit hohem Stromverbrauch sein – etwa durch eine Solaranlage mit Batteriespeicher, einen Warmwasserspeicher oder ein Elektrofahrzeug. Gleichzeitig leisten flexible Verbraucher:innen einen aktiven Beitrag zur Entlastung der Energienetze.

Ihre Vorteile

  • Mögliche Preisvorteile nutzen – gezielt Energie verbrauchen, wenn der Preis niedrig ist
  • Energiewende unterstützen – Verbrauch in Zeiten mit viel Strom im Netz legen
  • Flexibel planen – Verbrauch in günstige Zeiten verschieben

Aber Achtung: Der Börsenpreis kann auch steigen oder dauerhaft hoch sein. Daher lassen sich mit dem dynamischen Tarif keine Einsparungen garantieren – ein Teil des Verbrauchs fällt immer an und wird zum jeweils gültigen Börsenpreis abgerechnet.

So funktioniert ein dynamischer Stromtarif

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Um den Stromverbrauch planen und von möglichst günstigen Strompreisen profitieren zu können, benötigen Sie ein intelligentes Messsystem – bestehend aus digitalem Stromzähler und Smart-Meter-Gateway. Damit wird Ihr Verbrauch viertelstundenscharf gemessen und monatlich abgerechnet. Die Basis hierfür sind die Preise, die an der EPEX-Spotmarktbörse ermittelt werden. 

Attraktiv kann diese Option bei hohem Stromverbrauch im Haushalt sein, beispielsweise

  • beim Betrieb von Wärmepumpen,
  • der Nutzung von Warmwasserspeichern oder
  • dem Laden Ihres E-Autos an der Wallbox.

 

Unsere Tarife im Vergleich

Die Grafik zeigt, beispielhaft wie sich die Strompreise im Tagesverlauf unterscheiden: Während der Festpreistarif konstant bleibt, wechselt der BergstadtStrom SMART lediglich zwischen zwei festen Preisstufen – mit Preisdeckel für maximale Sicherheit. BergstadtStrom FLEX folgt dagegen direkt den Schwankungen der Strombörse.

  • BergstadtStrom SMART mit Preisdeckel eignet sich ideal für den Einstieg
  • BergstadtStrom FLEX für alle, die maximale Flexibilität wollen

Unsere dynamischen Stromtarife

  • Für Einsteiger: Ideal für alle, die neu im Bereich dynamische Tarife sind
  • Planbare Rabattzeiten: Günstige Zeitfenster werden 24–48 Stunden vorher per App angezeigt
  • Nur zwei Preise: Sie wechseln lediglich zwischen zwei festen Preisstufen – einem günstigeren Tarif in Niedrigpreiszeiten und einem gedeckelten Höchstpreis
  • Preisdeckel: Maximale Kostensicherheit durch gedeckelten Preis
Der Arbeitspreis unterscheiden zwischen dem Normalpreis und dem Smartpreis.Brutto (inkl. 19 % USt.)
Normalpreis (ct/kWh)35,70 ct/kWh
Smartpreis (ct/kWh)27,70 ct/kWh
Grundpreis (EUR/Monat)12,90 €
  • Für Erfahrene: Ideal für alle, die sich aktiv mit dynamischen Tarifen beschäftigen
  • Marktpreis in Echtzeit: Der Strompreis folgt stündlich dem Börsenpreis
  • Maximale Flexibilität: Verbrauch gezielt nach Preisverlauf steuern
  • Mehr Risiko: Preise können kurzfristig stark schwanken
Der Arbeitspreis setzt sich aus dem Basispreis und dem dynamischen Spotmarktpreis zusammen.Brutto (inkl. 19 % USt.)
Basispreis (ct/kWh)22,89 ct/kWh
Dynamischer Spotmarktpreis (ct/kWh)Dieser entspricht den Spotmarktpreisen der Stromhandelsbörse EPEX Spot, die sich viertelstündlich ändert.
Grundpreis (EUR/Monat)12,90 €

Mögliche Risiken

  • Planungsaufwand: Ohne aktive Steuerung des Verbrauchs kein Sparvorteil
  • Preisschwankungen: In Spitzenzeiten kann Strom deutlich teurer werden – beim SMART-Tarif begrenzt der Preisdeckel die Kosten
  • Unvorhersehbarkeit: Die monatliche Stromrechnung kann stark variieren

Die Belieferung erfolgt außerhalb der Grundversorgung. Der Tarif enthält auch die Entgelte des vom grundzuständigen Messstellenbetreibers durchgeführten Messstellenbetriebs für ein intelligentes Messsystem (iMSys).

Ist ein dynamischer Tarif das Richtige für Sie? Lassen Sie sich unverbindlich beraten! 

Einfach flexibel – in Kooperation mit WestfalenWIND

Gemeinsam mit WestfalenWIND bieten wir Ihnen eine smarte Lösung für Ihren Stromverbrauch: die WestfalenWind-App. Sie zeigt Ihnen stündliche Börsenpreise, Ihren Tarif, Zählerstände und Verbrauch auf einen Blick – schon am Nachmittag wissen Sie, wie die Preise für den nächsten Tag aussehen. So behalten Sie alle wichtigen Daten immer im Griff.

WestfalenWind Logo

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Vielleicht gibt’s die passende Antwort ja schon hier – ansonsten einfach anrufen oder E-Mail schreiben.

Dynamische Tarife

Wesentliches Merkmal eines Dynamischen Tarifs ist, dass der Stromtarif einen variablen Preisbestandteil besitzt, der sich stündlich oder viertelstündlich flexibel, oder eben „dynamisch“, ändert. Hierzu orientiert sich der Dynamische Tarif an den aktuellen Börsenpreisen der Day-Ahead-Märkte oder Intraday-Märkte. Insbesondere durch das variable Element unterscheidet sich der Dynamische Tarif von herkömmlichen Tarifen mit fixen Preisen, bei denen der Zeitpunkt des Stromverbrauchs keinen Einfluss auf die Kosten hat. Die Kosten eines dynamischen Tarifs werden stündlich oder sogar viertelstündlich neu ermittelt und variieren beispielsweise je nach Angebot, Nachfrage und Tageszeit. Die Preisänderungen an der Börse werden somit 1:1 an die Verbraucher weitergegeben.

Beispiel: Es ist möglich, dass der Strom mittags von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr 25 Cent pro kWh kostet, abends von 18:00 bis 19:00 Uhr aber 40 Cent pro kWh.

Die Preisverläufe an den Börsen können Sie beispielsweise unter folgenden Links abrufen:  

Market Data | EPEX SPOT

Börsenstrompreise | Energy-Charts

Transparency Platform (entsoe.eu)

Sie können durch dynamische Tarife ihre Stromkosten senken, sofern Sie Ihren Verbrauch in Zeiten mit niedrigen Börsenpreisen verschieben können. Insbesondere wenn Sie über Geräte mit einem hohen, steuerbaren Verbrauch (z.B. Wallbox für E-Autos, Nutzung einer Wärmepumpe) verfügen, können sich hieraus Chancen ergeben. 

Darüber hinaus sind oft die Preise niedrig, wenn viel erneuerbarer Strom produziert wird. Bei passender Verlagerung der Nachfrage in entsprechende Zeitfenster kann somit aktiv die Energiewende unterstützt werden.

Durch die direkte Verbindung zur Strombörse unterliegt der Dynamische Tarif stündlichen oder viertelstündlichen Preisschwankungen, die auf Faktoren wie Marktnachfrage, Stromangebot und Tageszeit beruhen. Durch den steigenden Ausbau erneuerbarer Energien erhöht sich die Preisvolatilität. So kann es zwar sehr günstige Preise geben, beispielsweise wenn die Sonne scheint. Es kann aber auch enorm hohe Preise geben, beispielsweise wenn weder die Sonne scheint noch ausreichend Wind vorhanden ist.
Falls keine Verschiebung des Verbrauches von Zeiten mit hohen Preisen in Zeiten mit niedrigen Preisen vorgenommen wird, können sehr hohe Stromrechnungen entstehen. Ein dynamischer Tarif garantiert folglich nicht automatisch geringere Kosten als in Fix-Preistarifen.

Folglich ist es sehr wichtig, dass Sie sich des Risikos, dass mit Dynamischen Tarifen einhergeht, bewusst sind. 

Der Preis für an Strombörsen gehandelten Strom bildet sich nach Angebot und Nachfrage. Das Angebot erneuerbarer Energien beispielsweise variiert aufgrund der unterschiedlichen Verfügbarkeit von Wind und Sonne. Meist gilt: Wenn viel Wind und Sonne vorhanden sind, ist der Börsenpreis niedriger. Wenn dahingegen viel Kohle oder Gas verstromt wird, steigt meist der Preis.

Aber auch die Stromnachfrage ändert sich im Tagesverlauf. Während die Nachfrage nachts am niedrigsten ist, verbrauchen Industrie und Gewerbe tagsüber am meisten Strom und Privathaushalte abends.

Preise & Abrechnung

Der Strompreis setzt sich weiterhin aus einem Grundpreis und einem Arbeitspreis zusammen. Der Grundpreis ist nach wie vor ein fixer Betrag, der sowohl die Grundkosten für Netz- und Messtellenbetrieb als auch unsere internen Kosten abdeckt. Der verbrauchsabhängige Arbeitspreis enthält weiterhin nicht variable Teile wie etwa Steuern, Abgaben und Umlagen, Vertriebskosten und Netzentgelte, die regional variieren können. Allerdings wird beim dynamischen Tarif ein Teil des Arbeitspreises aufgrund der Kopplung mit den Börsenpreisen jede Stunde oder Viertelstunde neu gebildet und gilt für die in diesem Intervall gelieferte Strommenge.

Negative Strompreise sind an der Strombörse mittlerweile keine Seltenheit mehr und treten dann auf, wenn das Stromangebot die Nachfrage übersteigt. Dieser Effekt kann auftreten, wenn Stromerzeuger, wie Windkraftwerke und Photovoltaikanlagen sehr viel Strom erzeugen und der Stromverbrauch gleichzeitig sehr niedrig ausfällt. Dies ist beispielsweise oft an sonnigen Feiertagen im Sommerhalbjahr der Fall, da einerseits wenig Nachfrage der Industrie besteht und andererseits viele Solaranlagen Strom produzieren.

Um eine Überlastung des Netzes zu verhindern, muss das Stromangebot kurzfristig herunter- und die Stromnachfrage hochgeregelt werden. Dies geschieht, unter anderem, über den Preismechanismus.

Die Abrechnung erfolgt monatlich anhand der realen Verbrauchsdaten. Im Vergleich zu herkömmlichen Tarifen wird also kein monatlicher Abschlag mehr gezahlt. Dies bedeutet beispielsweise: Wenn Sie eine Wärmepumpe haben, wird ihre Rechnung in einem Wintermonat deutlich höher sein als in einem Sommermonat.

Ihre stündlichen bzw. viertelstündlichen Verbrauchswerte und die hierzu passenden Börsenpreise können Sie der detaillierten Auflistung Ihrer stündlichen oder viertelstündlichen Verbrauchswerte, welche oftmals „Einzelverbindungsnachweis“ genannt wird, in Ihrem Kundenportal entnehmen und hiermit Ihre Rechnung, die wir Ihnen auch digital zur Verfügung stellen, überprüfen. 

Die Vertragslaufzeit beträgt immer einen Monat. Ein Tarif mit zwölf Monaten Laufzeit und weiteren Besonderheiten wird aktuell entwickelt.

Smart Meter & Technik

Ein Smart Meter, in der Fachsprache intelligentes Messsystem (kurz IMSys) genannt, besteht aus einer digitalen Messeinrichtung und einer Kommunikationseinheit, dem "Smart-Meter Gateway", das dafür sorgt, dass die Verbrauchsdaten über das Internet kommuniziert werden können. So wird der tatsächliche Stromverbrauch der einzelnen Verbraucher genau erfasst und gespeichert. Erst hiermit wird die Grundlage dafür gelegt, dass Sie Ihren Verbrauch, beispielsweise über eine App, einsehen können und so einen besseren Überblick über ihren Stromverbrauch erhalten. Dadurch kann der Energieverbrauch bewusst gesenkt bzw. umverteilt und das Energienetz stabiler und effizienter gemacht werden. Zählerstände müssen durch Smart Meter zudem nicht mehr analog abgelesen werden. Für die Umsetzung eines dynamischen Tarifs ist ein Smart Meter zwingend notwendig.

Wichtig: Eine sogenannte moderne Messeinrichtung, die beispielsweise den aktuellen Zählerstand auf einem digitalen Display anzeigt, ist kein intelligentes Messsystem. Erst durch das „Smart-Meter-Gateway“ wird dieses dazu befähigt, die Verbrauchswerte so genau zu erfassen, dass beispielsweise eine stündliche Abrechnung möglich ist.

Weitere Informationen können beispielsweise der Webseite der Bundesnetzagentur entnommen werden: Bundesnetzagentur - Messeinrichtungen / Zähler

Um die Installation eines Smart Meters kümmert sich der zuständige lokale Messstellenbetreiber, der meist auch der Netzbetreiber ist. Alternativ kann auch ein dritter Messstellenbetreiber beauftragt werden.

Ein Smart Meter ist zwingende Voraussetzung für die Belieferung mittels eines Dynamischen Tarifs. Gerne beliefern wir Sie aber mit einem unserer verlässlichen Produkte, für das kein aufwendiger Smart Meter Einbau nötig ist.

Die Bundesregierung hat einen verbindlichen Plan zum Rollout von Smart Metern bis 2030 vorgestellt. Demnach sind Messstellenbetreiber ab 2025 dazu verpflichtet, Verbrauchern mit einem Stromverbrauch ab 6.000 kWh/Jahr oder einer installierten Leistung ab 7 kW (z.B. durch eine Photovoltaikanlage) einen Smart Meter zu verbauen. Verbrauchern unter 6.000 kWh/Jahr Stromverbrauch, beziehungsweise unter 7 kW installierter Leistung, steht es frei sich für ein Smart Meter zu entscheiden.

Genauere Informationen können Sie beispielsweise der Webseite des BMWKs entnehmen: BMWK – Smart Meter: Intelligente Messsysteme für die Energiewende

Team Dynamische Tarife

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