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Energie- und Wasser-Spartipps

Wer im Haushalt Energie spart, schont nicht nur seinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Stromsparen ist ein sehr effektives Mittel zur Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen und daher ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Hier finden Sie  viele nützliche Spartipps:

Heizen – aber richtig

Die meiste Energie im Haus wird beim Heizen verwendet: Bis zu 90 Prozent des Verbrauchs entfallen auf Raumwärme und Warmwasserbereitung. Da lohnt es sich besonders, die Heizung und das eigene Verhalten unter die Lupe zu nehmen.

  • Alte Heizungen sind wahre Energieverschwender. Moderne sparen dagegen bis zu 30 Prozent.
  • Schon ein Grad Raumtemperatur weniger senkt die Energiekosten um sechs Prozent.
  • Richtwerte für ein perfektes Raumklima: im Flur 15 Grad, in der Küche 16 bis 18 Grad, im Wohnzimmer 20 bis 22 Grad, im Schlafzimmer 15 bis 18 Grad, im Kinderzimmer 20 Grad und im Bad 23 Grad.
  • Die Heizkörper müssen die Wärme ungehindert an die Raumluft abgeben können. Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge verhindern die Zirkulation.
  • Wer abends Fenster und Rollläden schließt, hält die Wärme im Haus.
  • Gluckert die Heizung oder gibt sie ihre Wärme ungleichmäßig ab, zunächst die Heizkörper entlüften.

  • Lassen Sie Ihre Anlage einmal im Jahr vom Fachmann warten.
  • Eine neue Heizungspumpe kann ebenso viel Strom sparen wie neue, sparsame Großgeräte der besten Effizienzklasse.
So lüften Sie richtig

Sowohl die Raumtemperatur als auch die Luftqualität in den Zimmern sorgen für ein gutes Wohnklima. Es sollte weder zu feucht noch zu trocken sein. Aber wie erreicht man im Winter das Wohlfühlklima bei möglichst geringem Energieverbrauch? Die Lösung: Stoßlüften. Wer täglich bis zu viermal die Fenster und Balkontüren weit öffnet, tauscht die verbrauchte Luft aus. Bei Frost gilt zwei bis drei Minuten lüften, bei Plusgraden fünf bis zehn Minuten.
In dieser Zeit sollten die Heizungsthermostate abgedreht sein – sonst geht beim Lüften zu viel Energie zum Fenster raus. Besonders wenn Fenster über längere Zeit gekippt bleiben, steigt der Energieverbrauch rapide an. Bei Abwesenheit tagsüber ist Lüften nicht nötig. Es reicht, morgens und abends richtig zu lüften.

Stromsparen beim Kochen, Braten und Backen

Nicht ohne Deckel kochen: Das Zudecken bewirkt, dass die für den Kochvorgang erforderliche Wärme im Topf bleibt und sich die Kochdauer deutlich verringert. So benötigt man zum Kochen von 1,5 Litern Suppe ohne Deckel drei Mal so viel Energie wie mit Deckel.

Kochgeschirr und Kochplatte des E-Herds sollten gut zusammenpassen. Ist der Topf nur um drei Zentimeter kleiner, gehen schon 30 Prozent der Energie verloren. Bis zu 50 Prozent an Energie lassen sich mit einem Druck-Kochtopf sparen - nämlich bei Speisen wie Rindfleisch und Gulasch, deren Zubereitung lange dauert. 

Bereiten Sie Speisen mit möglichst wenig Flüssigkeit zu: Wer einen Liter Wasser verwendet, obwohl nur ein Viertel davon nötig wäre, vergeudet 25 Prozent Energie, da die Kochzeit deutlich länger ist.

Schalten Sie die Kochplatte erst nach dem Aufsetzen des Kochtopfes ein, um unnötige Wärmeabgabe an den Raum zu vermeiden. Herdplatten mit Taktschaltung und Thermostat werden zum Anbraten oder Ankochen auf höchste Stufe gestellt und dann rechtzeitig zurückgeschaltet. Ein guter Tipp: Die Herdplatte schon vor Ende der Kochzeit abschalten und die Restwärme nutzen.

Beim Backofen gilt: Das Backrohr nur dann vorheizen, wenn das Kochrezept dies ausdrücklich verlangt. Heißluft-Backrohre müssen überhaupt nicht vorgeheizt werden. Auch hier können Sie früher abschalten und die Nachwärme nutzen.

Stromsparen beim Abwaschen

Etwa ein Viertel des Warmwasserverbrauchs im Haushalt geht auf Kosten der Küche. Effizientes Abwaschen hält hier den Verbrauch niedrig. Es ist nicht nötig, das Geschirr heiß abzuspülen, ehe es in den Geschirrspüler gestellt wird.

Den Geschirrspüler erst in Betrieb nehmen, wenn er voll ist. 

Schließen Sie den Geschirrspüler - wenn technisch möglich - an die Warmwasserversorgung an. Damit sparen Sie viel Strom, denn die meiste Energie benötigt der Geschirrspüler zum Aufheizen des Wassers, der Verbrauch für Motor und Pumpen ist relativ niedrig. 

Kühlen und gefrieren

Kühlgeräte kennen keinen Feierabend: Sie arbeiten rund um die Uhr. Im Schnitt verbraucht ein Haushalt 600 bis 800 Kilowattstunden pro Jahr allein für Kühl- und Gefriergeräte. Wer sich ein Gerät der höchsten Effizienzklasse kauft, verbraucht viel weniger Strom und spart jede Minute Geld. 

Auf die Größe kommt es an

Wie groß muss ein Kühlschrank sein? Ein- und Zwei-Personen-Haushalte kommen mit 120 bis 140 Litern aus (ohne Gefrierfach), für größere Haushalte rechnet man 60 Liter pro Person. Wer auf ein Gefrierfach (***) verzichten kann, sollte Gefrorenes in Gefriertruhe oder -schrank aufbewahren. Allein das spart bis zu 30 Prozent Energie. Im Zweifelsfall ist ein kompakter, gut gefüllter Kühlschrank sparsamer als ein großer, halb leerer.

Von Vorteil: ein kühler Standort

Wo soll ein Kühlschrank stehen? Am besten dort, wo es schattig und kühl ist, also nicht unbedingt neben dem Herd. Etwas Abstand zur Wand lässt die Luft besser zirkulieren und verhindert einen Wärmestau. Sind die Lüftungsgitter staubfrei, arbeiten Kühlgeräte effektiver. Alle Türdichtungen sollten tadellos in Schuss sein. Auch regelmäßiges Abtauen, sofern notwendig, spart Energie. Lebensmittel nur abgekühlt und verpackt einlagern, sonst müssen Kühlschrank oder Gefriergerät Sonderschichten fahren.

Sparsam Wäsche waschen und trocknen

Bei voller Auslastung verbraucht Ihre Waschmaschine fast gleich viel Strom wie bei einer halben Befüllung. Eine halb gefüllte Maschine verbraucht immer noch zwei Drittel der Energie. Es zahlt sich aus, die Energiesparprogramme zu nutzen. Normal verschmutzte Wäsche wird bei 60° genauso sauber wie bei 95°. Nur Säuglings- und Krankenwäsche sollte man noch kochen. Für alle anderen Textilien reichen geringere Temperaturen. 

Auf die Vorwäsche kann - außer bei starker Verschmutzung - verzichtet werden. Dadurch reduziert man den Verbrauch um 10 Prozent. Außerdem spart man Waschmittel und schont die Umwelt durch geringere Mengen an Abwasser.

Unabhängig von der Temperatur ist auch der richtige Einsatz des Waschmittels für die Reinheit sowie die Umweltbilanz entscheidend. Technische Lösungen wie beispielsweise Direkt-Einspülsysteme ermöglichen heute einen wesentlich geringeren Einsatz von Waschmitteln. Bessere Waschergebnisse bei niedriger Dosierung erzielt auch die getrennte Zugabe aller Waschmittelkomponenten in speziellen Einspülkammern. So werden Basiswaschmittel, Enthärtungs- sowie Bleichmittel nach dem Baukastensystem zeitversetzt in den Waschprozess eingeführt.

Die Wäsche stets "bügelfeucht" bügeln. Sowohl zu feuchte als auch zu trockene Wäsche muss man länger bügeln.

Übrigens: Der Stromverbrauch beim Bügeln ist beträchtlich. Etwa 1,3 Kilowattstunden für 5 Kilogramm Wäsche. Wer einen wärmereflektierenden Bügelbrettbezug verwendet, kann eine Menge Energie sparen.

Stromsparen beim Trocknen

Für den Wäschetrockner gelten beim Energiesparen die selben Regeln wie fürs Waschen. Nur volle Maschinen trocknen. Beim Kauf die auf dem Energieetikett angegebenen Verbrauchswerte vergleichen. Gewinner der Energiebilanz sind so genannte Ablufttrockner, die niedrigere Verbrauchswerte haben als Kondensationsgeräte.

Auch mit der Bedienung der Geräte lässt sich Energie sparen: So verkürzt sich die Trockendauer, wenn die Trommel mit ähnlichen Kleidungsstücken in Sachen Material, Größe und Dicke gefüllt ist. Ebenso wirkt sich das regelmäßige Reinigen des Luftfilters positiv auf die Leistung des Gerätes aus. Und ganz wichtig: Nach Gebrauch stets vollkommen ausschalten, da viele Geräte nach Programmablauf immer noch Strom verbrauchen.

Stromsparen bei der Beleuchtung

Eine herkömmliche Glühlampe wandelt etwa 90 Prozent der elektrischen Energie in Wärme um, nur der geringe Rest wird in Licht umgewandelt. Eine denkbar ineffiziente Lösung. Mit dem Glühlampenverbot im Jahr 2012 rückten LED-Lampen weiter in den Vordergrund. Die Abkürzung LED steht für Licht Emittierende Dioden. LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Energie: Der Stromverbrauch einer Glühlampe ist bis zu 10-mal höher als der Bedarf einer heutigen LED-Lampe. Ein hohes Einsparpotenzial haben LED-Lampen auch durch ihre extreme Langlebigkeit.  

Halogenlampen sind zwar effizienter, aber auch sie wandeln einen Großteil der Energie in Wärme um und sind somit keine Energiesparlampen. Bei Leuchtstoffröhren beträgt die Lichtausbeute ein Vielfaches. Sie sind allerdings schwerer und größer als Glühlampen und daher nicht überall einsetzbar.

Energiesparlampen sind dann sinnvoll, wenn die Lampe nicht ständig an- und ausgeschaltet wird. Die neue Generation von Energiesparlampen hält rund achtmal länger als eine herkömmliche Glühbirne und hat eine fünfmal höhere Lichtausbeute. Das heißt, eine 20 Watt Energiesparlampe erzielt etwa die gleiche Lichtleistung wie eine 100 Watt Glühlampe. Der Verbrauch ist um rund 80 Prozent geringer. Die teure Anschaffung rechnet sich also.

Eine Hilfestellung für den passenden Lichter-Kauf gibt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Selbstverständlich berät hierzu auch das örtliche Handwerk.

Stromsparen bei Computer und Co.

Auch bei der EDV kann man Energie sparen, wenn man einige Punkte beachtet. In Pausen den Monitor bewusst ausschalten. Beim Rechner selbst spart die automatische Stromsparfunktion zwar bei richtiger Einstellung Strom, besser ist es aber, durch Ausschalten den Verbrauch auf Null zu reduzieren.

Benutzen Sie Mehrfachsteckdosen mit eingebautem Ausschalter. Damit stellen Sie sicher, dass Sie Computer, Monitor und alle Zusatzgeräte vom Netz getrennt haben. 

Übrigens: LCD-Monitore brauchen nur etwa halb so viel Energie wie Röhrenmonitore.

Stromsparen bei Kleingeräten

Auch die vielen kleinen elektrischen Geräte wie elektrische Saftpressen, Messer oder Brotschneidemaschinen brauchen Energie. Der Verbrauch ist zum Teil recht hoch. Das Einsparpotenzial ist allerdings bei dieser Gerätegruppe nicht so groß, da sie selten in Betrieb sind.

Belasten Sie die Umwelt nicht mit Wegwerfbatterien. Jede Batterie benötigt in der Herstellung 40-mal mehr Energie als sie liefern kann. Aufladbare Akkus sind besser und kostengünstiger. Noch besser ist jedoch die Verwendung eines Netzteils.

Stand-by vermeiden

Der kleine rote Punkt an Fernseher, Blu-Ray-Player & Co. ist eine angenehme Sache: allzeit bereit, aber auch allzeit Energie fressend. Denn die Kehrseite der Medaille ist der Stromverbrauch. Messungen des Strombedarfs elektronischer Geräte im Stand-by-Betrieb haben ergeben, dass kaum ein Gerät weniger als 5 Watt benötigt. Die beste Energiesparmaßnahme: ausschalten!

Überlegen Sie, wo Sie ohne Komfortverlust auf den Stand-by-Betrieb verzichten können. Muss das Ladegerät für das Mobiltelefon immer eingesteckt sein? Oder das Batterieladegerät für Ihre Akkus zum Beispiel von der Videokamera? Oder der elektrische Rasierer, Zahnbürste oder der Handstaubsauger?

Tipps zum Wassersparen

Ohne Nahrung kann ein Mensch 30 bis 40 Tage überleben, ohne Wasser maximal fünf bis sieben Tage. Wasser ist lebensnotwendig, Grundlage und Voraussetzung für alle biologischen Vorgänge im Körper. Ein kostbares Gut, das man nicht verschwenden sollte!

70 Prozent des Wassers, das aus unseren Leitungen fließt, enden jedoch als Abwasser. Pro Kopf gerechnet fließen in Deutschland 127 bis 190 Liter Trinkwasser täglich in die Kanalisation. Das muss nicht sein! Der Wasserverbrauch lässt sich im Haushalt um 20 bis 50 Prozent reduzieren.

Die besten Alltagstipps zum Wassersparen

  • Schluss mit dem ewigen Hin und Her beim Mischen von kaltem und warmem Wasser. Mit Einhandmischern erhalten Sie die richtige Temperatur viel schneller und sparsamer.
  • Wasch- und Spülmaschine nur anschalten, wenn sie voll beladen sind.
  • Duschen statt baden: Die Wassermenge für ein Vollbad reicht für drei Mal drei Minuten prickelndes Duschen. Sparpotenzial: zehn Liter am Tag.
  • Achten Sie beim Neukauf von Sanitär-Einrichtungen auf wassersparende Installationen, zum Beispiel einen Toilettenspülkasten mit Sparfunktion.
  • Reparieren Sie tropfende Wasserhähne! Auch ein schwach tropfender Wasserhahn kann bis zu 150 Liter Trinkwasser im Monat verschwenden.
  • Gießwasser für den Garten muss kein Trinkwasser aus der Leitung sein. Regenwasser gibt es kostenlos!
  • Durchflussbegrenzer senken die Wassermenge, die pro Minute durch den Hahn oder Duschkopf fließt. Durch Luftbeimischung bleibt der Strahl füllig wie zuvor.
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