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Bild: Gebäude der Stadtwerke Oerlinghausen

Der Technik voraus!

Die Stadtwerke Oerlinghausen feiern dieses Jahr Kraft-Wärme-Kopplung-Jubiläum: Bereits vor 30 Jahren begannen sie beim Klimaschutz voranzugehen und nahmen 1989 die Gasturbinenanlage im Heizkraftwerk in Betrieb.

Die Blockheizkraftwerke der Stadtwerke Oerlinghausen setzen Maßstäbe – und das schon seit 30 Jahren. Ende der 1980er-Jahre bauten die Stadtwerke Oerlinghausen ein ehemaliges Heizwerk in ein Heizkraftwerk um. Sie investierten damals 10,7 Millionen Deutsche Mark. Den Knopf, um die Gasturbinenanlage zu starten, drückte der damalige Ministerpräsident Johannes Rau. Ein großes Medienecho begleitete die Eröffnung: „Ein ‚Kraftpaket’ mit großen Leistungsreserven und Träger der Oerlinghauser Hoffnungen für die Energieversorgung der Bergstadt“, schrieb 1989 zum Beispiel das Westfalen- Blatt. Hoffnungen, die sich erfüllten. Denn das Heizkraftwerk erzeugt Strom über die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung. 

Die Technik ist energieeffizient und ressourcenschonend. Nachdem das Heizkraftwerk am 23. September 1989 in Betrieb ging, versorgte es nahezu die gesamte Südstadt mit Fernwärme. Das neue Kraft-Wärme-Kopplungs- Aggregat erzeugte darüber hinaus rund 50 Prozent des Stroms, den die Stadt benötigte. Das waren damals circa 20 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Zudem produzierte die Anlage über 90 Prozent der benötigten Wärmeenergie. Die Stadtwerke Oerlinghausen waren damit Vorreiter der klimaschonenden Energie: Indem sie das alte Heizwerk in ein Heizkraftwerk umbauten, reduzierten sie den Brennstoffverbrauch pro erzeugter Kilowattstunde um knapp zwei Drittel und minimierten den CO2-Ausstoß in der Bergstadt. Die Abgasemissionswerte lagen nach dem Umbau und liegen auch heute noch weit unter den vorgeschriebenen Grenzwerten.

Investition in die Zukunft

Mit dem Umbau des Heizkraftwerkes 1989 begann eine neue Ära der Oerlinghauser Energieversorgung und -politik. Bis heute setzen die Stadtwerke Oerlinghausen auf Kraft-Wärme-Kopplung. Sie errichten dieses Jahr drei neue Blockheizkraftwerke; eines an der Marktstraße und zwei auf dem Gelände der Stadtwerke An der Bleiche. 2020 werden zwei weitere folgen.

Wie funktioniert Kraft-Wärme-Kopplung?

Das System der Kraft-Wärme-Kopplung funktioniert ähnlich wie ein Fahrzeugmotor: Damit Sie mit Ihrem Auto durch die Gegend flitzen können, wandelt der Motor das Benzin in Bewegungsenergie um. Die dabei entstehende Motorenabwärme verfliegt nicht etwa ungenutzt, sondern dient dazu, das Auto zu heizen. Auch die Kraft-Wärme-Kopplung in den Blockheizkraftwerken der Stadtwerke Oerlinghausen nutzen die Energie doppelt. Ein Brennstoff, in Oerlinghausen Erdgas, treibt den Verbrennungsmotor an. Dieser setzt einen Generator in Betrieb, der die Motorenenergie in Strom umwandelt. In einem herkömmlichen Kraftwerk wird die dabei entstehende Abwärme über einen Kühlturm abgeleitet. In dem 1989 gebauten Heizkraftwerk sowie den seitdem neu gebauten BHKW nutzen die Stadtwerke die Abwärme effizient als Fernwärme. Auch im Holzheizkraftwerk wird gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt – mit regenerativer Energie aus Holz.

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