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Bild: Gebäude der Stadtwerke Oerlinghausen

Hüter des Stroms

Prüfen, warten, installieren: Florian Christke sorgt dafür, dass der Strom fließt. Er ist Elektriker bei den Stadtwerken Oerlinghausen.

Bild: Florian Christke

„Die größte Umstellung, als ich hier angefangen habe, war das frühe Aufstehen“, lacht Florian Christke. Der ausgebildete Elektriker für Betriebstechnik arbeitet seit Januar 2019 bei den Stadtwerken Oerlinghausen. Das beste Mittel zum Aufwachen? Bewegung! So geht der 35-Jährige morgens erst eine Runde mit seinem Hund spazieren und radelt dann mit dem Fahrrad den Hügel zu den Stadtwerken hinauf. Bei der Arbeit angekommen, ist er dann 100-prozentig da. „Das ist in unserem Job auch überlebenswichtig“, erzählt er und meint es wörtlich: „Wir schalten Mittelspannungskabel die 10.000 Volt haben. Da darf nichts schiefgehen: Jeder der da mitarbeitet, muss top konzentriert sein.“

Die Mitarbeiter der Elektroabteilung der Stadtwerke Oerlinghausen sind „Allrounder“ – sie kümmern sich um alles, was anfällt. „Das macht den Job auch so spannend und abwechslungsreich“, erzählt Florian Christke. Mal baut er gemeinsam mit seinen Kollegen das Kabelnetz weiter aus, mal schließen sie neue Erdkabel an, mal beheben sie Netzstörungen oder reparieren die Straßenbeleuchtung – und das bei Wind und Wetter. „Es ist gleichzeitig schön, aber auch anstrengend, unter freiem Himmel zu arbeiten. Teilweise sind die Kabel sehr schwer und müssen an schlecht zugänglichen Stellen verlegt werden.

Als Elektriker muss man immer bedacht und konzentriert arbeiten. Wir schalten Mittelspannungskabel, die 10.000 Volt haben. Ein Fehler kann ganze Stadtteile lahmlegen.
Florian Christke

Doch egal, wie der Regen prasselt oder wie unbequem die Position ist, wir arbeiten alle motiviert und bedacht“, erzählt er. „Denn schließlich will keiner aus Versehen das Stromnetz lahmlegen.“ Neben der Schutzkleidung, einem Helm mit Visier, haben die Elektriker deshalb auch immer Schirm und Scheinwerfer mit im Auto. Außerdem legen die Stadtwerke Wert darauf, dass sich alle Elektriker regelmäßig als Ersthelfer schulen lassen und möglichst immer zu zweit unterwegs sind.

Sofort wohlgefühlt

Im Büro startet jeder Tag für Florian Christke mit einer Teambesprechung, in der die Aufgaben verteilt werden. Dann geht es in Zweier-Teams los. „Meine Kollegen haben mich sehr nett aufgenommen. Ich habe mich sofort zugehörig gefühlt“, sagt Florian Christke. „Alle teilen ihr Wissen und unterstützen sich gegenseitig.“ Auch Florian Christke hat viel Erfahrungswissen mitgebracht. Seine Ausbildung hat er Anfang der 2000er-Jahre bei den Stadtwerken Bielefeld absolviert. Nach fünf Jahren im Betrieb machte er seinen Zivildienst und setzte seine Fähigkeiten für einen sozialen Zweck ein: Er half als Elektriker im Krankenhaus aus. Danach folgten rund 12 Jahre als Service-Techniker. „Ich habe Maschinen gewartet und in Stand gesetzt – auch im Ausland“, berichtet er. „Es hat Spaß gemacht, durch die Welt zu tingeln. Doch am Ende blieb für die Familie viel zu wenig Zeit“, erinnert er sich. „Deshalb schätze ich es sehr, dass ich jetzt dort arbeite, wo ich auch lebe. Ich wohne bereits seit drei Jahren in Oerlinghausen, doch durch meine Arbeit bei den Stadtwerken lerne ich die Stadt und ihre Menschen noch einmal viel besser kennen und kann nur sagen: Schön ist’s hier!“

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