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Bild: Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Mensa

Photovoltaik

Strom von der Sonne

In Deutschland strahlt die Sonne je nach Lage eine Energiemenge von etwa 950 bis 1.200 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr auf jeden Quadratmeter ein. Dies entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch einer Person in Deutschland und dem Energieinhalt von 100 Liter Heizöl. Was liegt also näher, als die Sonnenenergie auch zur Stromerzeugung zu nutzen?

Im Netzgebiet der Stadtwerke Oerlinghausen wurden im Jahr 2016 ca. 1,24 Millionen kWh aus 194 Photovoltaikanlagen eingespeist.

Wie funktioniert die solare Stromgewinnung?

Als Photovoltaik bezeichnet man die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie. Die Stromgewinnung aus Sonnenlicht erfolgt mit Hilfe von Solarzellen vollkommen emissions- und geräuschfrei. Sobald Sonne auf die Solarzellen scheint, baut sich eine elektrische Spannung auf und es fließt Gleichstrom. Je größer die Einstrahlung ist, umso größer ist auch der Stromfluss. Der Strom wird meist durch einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt, entweder direkt vom Verbraucher genutzt oder in das Stromnetz des Netzbetreibers eingespeist.

Was sind Solarzellen?

Zur Herstellung von Solarzellen wird heute fast ausschließlich Silizium als Grundmaterial verwendet. Eine Solarzelle besteht aus zwei Siliziumschichten, die unterschiedliche physikalische Eigenschaften besitzen. An den Grenzflächen der Schichten bildet sich ein elektrisches Feld, das die bei Lichteinstrahlung entstehenden freien Ladungsträger trennt. Dadurch baut sich zwischen den Metallkontakten der Zelle eine elektrische Spannung auf, so dass bei Anschluss eines Verbrauchers Strom fließt.

Was bringt die Photovoltaikanlage?

Von der eingestrahlten Energie lassen sich je nach Standort, Ausrichtung und verwendeter Technik zwischen 80 und 160 Kilowattstunden Strom pro m2 Modulfläche erzeugen. Ein 9 bis 10 m2 großer Solargenerator kann eine elektrische Leistung von etwa 1.000 Watt erzeugen und wird deshalb als 1 kWp-Anlage (Wp = Watt-Peak) bezeichnet. 1 kWp installierte Leistung erzeugt in Deutschland - je nach Standort - einen Energieertrag von etwa 750 Kilowattstunden bis 850 Kilowattstunden pro Jahr. Optimal errichtete Kleinanlagen erreichen sogar bis über 1.000 Kilowattstunden pro kWp und Jahr.

Inwieweit eignen sich bestehende Dachflächen für eine Solaranlage?

Das kostenlose Solarpotenzialkataster der Sparkasse Lemgo für den Kreis Lippe zeigt allen Interessenten, inwieweit sich bestehende Dachflächen für eine Solaranlage eignen. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Förderung für Solarstrom bietet es eine objektive Einschätzung der Rentabilität möglicher Anlagen. Das Kataster berücksichtigt dabei den individuellen Eigenverbrauch und die potenzielle Einspeisung in das öffentliche Stromnetz.

Mit nur wenigen Mausklicks erfahren Sie, ob das eigene Dach für eine Solaranlage geeignet ist. Die Dachflächen werden überprüft auf:

  • Ausrichtung
  • Neigung
  • Größe
  • Verschattung


Das Online-Solarkataster finden Sie unter www.solardachkataster-lippe.de.

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