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Energienews

29. Juji

Immer mehr Ökostrom

In Deutschland sorgen mittlerweile fast zwei Millionen Anlagen sorgen für sauberen Ökostrom.

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Photovoltaikanlagen auf Dächern und in der Fläche, Windkraftanlagen auf See und auf Land, Wasserkraftwerke und Biomassekraftwerke: In mehr als 1,9 Millionen kleinen und großen Erneuerbare-Energien-Anlagen wird in Deutschland grüner Strom produziert. In Zahlen heißt das, dass gut eine Million mehr als im Jahr 2010 und rund 250.000 mehr als noch vor vier Jahren installiert sind. 

BDEW für noch mehr regenerativ erzeugten Strom 
Es sei erfreulich, dass die Zahl der Anlagen für Erneuerbare Energien in den vergangenen Jahren so stark gestiegen ist, so Kerstin Andreae, die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Berliner Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Das habe erheblich dazu beigetragen, dass im ersten Halbjahr 2020 bereits rund die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland durch Erneuerbare Energien gedeckt werden konnte. Nun müsse man dafür sorgen, dass der Ausbau nicht zum Erliegen kommt, so Andreae weiter. Entscheidend sei, dass die Politik zügig noch immer bestehende Hemmnisse für die Errichtung neuer Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung aus dem Weg räume. 

Moderne Infrastruktur nötig 
Um den grünen Strom vom Ort der Erzeugung in Haushalte und Industrie zu transportieren, brauche es zudem eine stabile und moderne Netzinfrastruktur, sagt Andreae. Rund 95 Prozent der Erneuerbaren-Energien-Anlagen seien ans Verteilnetz angeschlossen. Damit die Netzbetreiber die Netze entsprechend der zunehmenden Menge an erneuerbaren Energien ausbauen und anpassen könnten, benötigten sie einen nachhaltigen Regulierungsrahmen für Netzinvestitionen, so Andreae. Investitionen in den Erhalt und die Weiterentwicklung dieser Infrastrukturen – gerade in Hinblick auf die Digitalisierung – sicherten nicht nur die Versorgung, sondern generierten auch Wertschöpfung.


22. Juli

Bürger wollen mehr Sonnenstrom

Neun von zehn Deutschen wünschen sich mehr Photovoltaik-Dachanlagen auf öffentlichen Gebäuden.

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Ginge es nach den Bürgern, dann würde der Photovoltaik-Ausbau schneller vorangehen und die Erneuerbaren noch mehr zum Strommix beitragen. Sie meinen, dass insbesondere auf öffentlichen und gewerblichen Gebäuden in Deutschland mehr PV-Anlagen installiert werden müssten. Das geht aus einer repräsentativen Befragung hervor, die das Meinungsforschungsinstitut prolytics für den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, durchgeführt hat. Demnach fänden es rund 88 Prozent der Befragten sinnvoll, wenn sich ihre Stadt oder Gemeindeverwaltung verstärkt für die Installation von Photovoltaik-Modulen auf Dächern öffentlicher Gebäude wie Sporthallen, Schulen oder auch Bürgerämtern einsetzen würde. 

Kommunen als Vorbilder 
Die Städte und Gemeinden könnten mit gutem Beispiel vorangehen, so der BDEW. Daher sollten für alle Neubauten öffentlicher Träger geprüft werden, ob sie mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden könnten. Dies wäre ein klares und sichtbares Signal des politischen Willens zur Erreichung der Ziele der Energiewende, hieß es aus der Hauptstadt. 

Strengere Vorgaben gefordert 
Mehr als 68 Prozent Befragten wollen strengere Vorgaben für neue Gewerbebauten: Sie meinen, dass beim Neubau von Gewerbebauten wie zum Beispiel Supermärkten oder Lagerhallen die Pflicht bestehen sollte, eine PV-Anlage auf dem Dach zu installieren.


15. Juli

Neue Energie aus Nordfriesland

Im nordfriesischen Bosbüll soll künftig Wasserstoff aus Windkraft gewonnen werden.

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Die neue Wasserstoffproduktionsanlage nahmen Verkehrsminister Andreas Scheuer und Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan-Philipp Albrecht am 7. Juli in Betrieb. Am größten deutschen Wasserstoffmobilitätsprojekt sind insgesamt 20 Gesellschafter aus der Region beteiligt, der Bund fördert das Vorhaben mit acht Millionen Euro. 

Viel Geld für grünen Wasserstoff 
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will Deutschland zur Nummer eins bei den Wasserstofftechnologien machen. Seine Wasserstoff-Strategie soll zusätzlich zu bereits laufenden Förderprogrammen mit sieben Milliarden Euro dafür sorgen, dass sich die Wasserstoff-Technologie durchsetzt. Weitere zwei Milliarden Euro sind für internationale Partnerschaften vorgesehen. 

Der Einsatz von Wasserstoff gilt als unverzichtbar zur Umsetzung der Energiewende und dem damit verbundenen Erreichen der Klimaschutzziele. Die Produktionsanlage in Bosbüll soll unter anderem auch zwei Wasserstofftankstellen beliefern, im ÖPNV in der Region sollen zudem zwei mit Wasserstoff betriebene Busse die Fahrgäste schon bald befördern. 

Wie Wasserstoff produziert wird
Ökostrom, der nicht mehr ins Netz passt, verpufft gewissermaßen. Es sei denn, er wird anderweitig genutzt. Eine Möglichkeit: Der Strom wird zu Gas gemacht. Das geschieht mittels Elektrolyse. Dabei wird der zum Beispiel von Windkraftanlagen erzeugte Ökostrom genutzt, um Wassermoleküle in ihre Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Wird der Wasserstoff in Katalysatoren durch eine chemische Reaktion mit Kohlendioxid angereichert, dann entsteht Methan. 

Anders als Strom und Wasserstoff ist das künstlich erzeugte Methan langfristig lagerfähig, zum Beispiel im bestens ausgebauten Erdgasnetz, in dem sich bis zu 25 Prozent des jährlichen Erdgasbedarfs Deutschlands speichern lassen. Wird die Energie aus dem Gasspeicher benötigt, kann man das Methan wie herkömmliches Erdgas in Gaskraftwerken verfeuern und damit wieder Strom produzieren. Es ist aber auch auf andere Weise sinnvoll einsetzbar: Zur Wärmeversorgung von Häusern oder als Treibstoff für Erdgasautos. 

Wasserstoff als Energieträger der Zukunft 
Wasserstoff wird seit Jahrzehnten in großen Mengen produziert beispielsweise für Produkte in der Chemie-, Halbleiter- oder Lebensmittelindustrie. Darüber hinaus kann er zukünftig als Kraftstoff im Verkehr oder als Brennstoff für die Kraft-Wärme-Erzeugung in Gebäuden eingesetzt werden.


8. Juli

Der Ozean als Klimaschützer?

Können unsere Ozeane dabei helfen, die Erderwärmung einzudämmen? Seit Anfang Juli wird das im Rahmen des Projekts Ocean NETs geprüft.

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Auf der UN-Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015 einigte sich die internationale Gemeinschaft darauf, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Dies schien einigen unerreichbar. Doch ein vom Weltklimarat IPCC veröffentlichter Bericht zeigt, dass es durchaus möglich ist, die Klimaerwärmung einzudämmen, wenn entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Neben der Reduktion der Emissionen müssten Treibhausgase aktiv aus der Atmosphäre entfernt werden. 

Im Rahmen des Projekts Ocean NETs unter der Koordination vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in sechs Ländern an solchen Technologien mit „negativen Emissionen“ (NETs). Die europäische Union fördert das Projekt im Rahmen des Horizon2020-Programms in den nächsten vier Jahren mit insgesamt 7,2 Millionen Euro.

ph-Wert erhöhen, um CO2 aufzunehmen 
Der Ozean könne allein aufgrund seiner Oberflächen und seines Volumens viel CO2 aufnehmen, so Dr. David Keller Klimaforscher am GEOMAR. Mit einer Erhöhung des pH-Wertes lasse sich die Fähigkeit des Ozeans, CO2 zu absorbieren, steigern. Im Rahmen von OceanNETs wollen die Forscher vor Gran Canaria in Spanien und Bergen in Norwegen untersuchen, wie sich die Erhöhung des pH-Wertes auf Ökosysteme auswirkt. Dazu werden alkalische Mineralien in geschlossenen Behältern im Meerwasser gelöst. Mit dieser Ozean-Alkalinisierung sollen neben Risiken und Nebenwirkungen auch mögliche positive Auswirkungen auf die Organismen im Meer herausgefunden werden.


1. Juli

Weniger Treibhausgase in Deutschland

Deutschland setzte 2019 ein Drittel weniger CO2, Methan und Lachgas frei als im Jahr 1990.

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In Deutschland wurden 2019 rund 54 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase freigesetzt, das sind 6,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Insgesamt waren es rund 805 Millionen Tonnen. Das zeigt die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes (UBA). Mit Ausnahme des globalen Krisenjahres 2009 ist dies der größte jährliche Rückgang seit 1990. Die meisten Fortschritte gab es in der Energiewirtschaft, einen Anstieg dagegen im Verkehr und Gebäudesektor. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Deutschland um 35,7 Prozent. Bis 2030 sollen sie laut Klimaschutzgesetz um mindestens 55 Prozent sinken. Sonne, Wind und andere erneuerbare Energiequellen deckten 2019 bereits 46 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland.


24. Juni

Deutschland wird immer sonniger

Noch nie hat sich eine Solaranlage so sehr gelohnt, denn in Deutschland scheint die Sonne viel häufiger.

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Solarenergie zu erzeugen wird hierzulande immer attraktiver. In den vergangenen fünf Jahren schien die Sonne an vielen Orten bis zu 100 Stunden mehr pro Jahr als in den fünf Jahren davor. Regional gibt es allerdings Abweichungen. So verzeichnete Düsseldorf im Durchschnitt 128 zusätzliche Sonnenstunden (+ 8,33 Prozent), Erfurt 122 (+ 7,50 Prozent) und Freiburg 104 (+ 5,87 Prozent). Etwas geringer fällt der Zuwachs in Hamburg mit 71 zusätzlichen Sonnenstunden (+ 4,45 Prozent), in München mit 62 (+ 3,39 Prozent) und Berlin mit 46 (+ 2,73 Prozent) aus.


17. Juni

Digital CO2 sparen

Wussten Sie auch, dass auch unsere digitales Verhalten Einfluss auf unseren CO2–Fußabdruck hat?

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Computer, Tablets und Smartphones privater Haushalte verbrauchen immer mehr Strom, bei dessen Herstellung Kohlendioxid (CO2) anfällt. Dabei ist CO2 sparen einfach: Beziehen Sie Strom aus erneuerbaren Energien und nutzen Sie E-Mail-Anbieter und Suchmaschinen, die ihre Server mit Ökostrom betreiben. Verwenden Sie die Energiesparfunktionen für Gerätebildschirme und beenden Sie Apps bei Nichtgebrauch. Surfen Sie über WLAN, das verbraucht deutlich weniger Strom als über mobile Netze. Löschen Sie überflüssige Mails, Daten und Apps regelmäßig von Endgeräten und aus der Cloud. 

Übrigens: Eine Datensicherung auf externen Festplatten spart Energie gegenüber der Speicherung in der Cloud. Schreiben Sie längere und dafür weniger E-Mails.


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