Menü

Energienews

16. Juni

Mehr Strom aus Kohle produziert

Wegen schwachen Windes wurde im ersten Quartal 2021 erstmals seit 2018 wieder mehr Strom aus Kohle als aus Erneuerbaren erzeugt.

weiterlesen

Im ersten Quartal 2021 wurde rund 2,6 % weniger Strom erzeugt als im Vorjahreszeitraum, meldet das Statistische Bundesamts (Destatis). Während der Strom in den ersten drei Monaten 2020 zu 51,4 % aus erneuerbaren Energiequellen stammte, wurde er im ersten Quartal 2021 zu 59,3 % aus konventionellen Energieträgern erzeugt. 

Weniger Wind, weniger Windstrom 
Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Stromeinspeisung aus konventionellen Energieträgern somit um 18,9 %. Die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien sank hingegen um 23,0 %. Insbesondere die Windkraft zeigte sich mit einem Minus von 32,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal stark rückläufig: Die Einspeisung von 33,5 Milliarden kWh war der niedrigste Wert für ein erstes Quartal seit 2018. In den Jahren 2019 und 2020 wurden aufgrund starker und lange anhaltender Frühjahrsstürme i deutlich höhere Werte erreicht. Der Jahresstart 2021 zeigte sich vergleichsweise windarm. 

Kohlestrom legt kräftig zu 
Der ausbleibende Windstrom vor allem durch eine höhere Stromerzeugung aus Kohle- und Erdgaskraftwerken kompensiert. Die in Kohlekraftwerken erzeugte und eingespeiste Strommenge stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 26,8 % auf fast 40 Milliarden kWh. Mit einem Anteil von 28,9 % an der insgesamt eingespeisten Strommenge war damit Kohle der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung in dem Quartal. Die Stromeinspeisung aus Erdgaskraftwerken stieg um 24,0 % auf 22,5 Milliarden kWh.


9. Juni

Klimaschutz: Regierung baut Förderungen für Regenerative aus

Mit einem Klimaschutz-Sofortprogramm will die Bundesregierung Windkraft und Solarenergie in Deutschland stärker ausbauen.

weiterlesen

Nach Presseberichten will das Kabinett noch im Juni ein „Klimaschutz-Sofortprogramm 2022“ in Höhe von 7,8 Milliarden Euro beschließen. Vorgesehen seien darin deutlich höhere Ausbauziele für Wind- und Solar-Energie bis 2030, heißt es. Laut dem Entwurf geht die Bundesregierung als Ziel für Windenergie an Land von einem Bedarf von 95.000 MW installierter Leistung aus, bei Photovoltaik von 150.000 MW, bislang waren 71.000 MW bei der Wind- und 100.000 MW bei der Solarenergie gesetzt. 

Unterstützung für die Industrie 
Zudem sind zusätzliche Hilfen für die Industrie geplant, u.a. sollen die Mittel für die sogenannten Klimaschutzverträge, mit denen CO2-freie Stahl- oder Zementproduktion gefördert werden soll, auf 1,2 Milliarden Euro verdoppelt werden. Außerdem sind eine Aufstockung der Mittel für die Gebäudesanierung in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Weil mit einer höheren Nachfrage gerechnet wird, sind weitere 1,8 Milliarden Euro für die E-Auto-Kaufprämien eingeplant. Der Bundeshaushalt mit diesen Positionen muss allerdings noch beschlossen werden, was erst in der kommenden Wahlperiode der Fall sein wird.


2. Juni

E-Mobilität: Immer mehr Ladepunkte

Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Ladepunkte für Elektroautos von 24.000 auf gut 40.000, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.

weiterlesen

Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte ist von 24.000 im Dezember 2019 um 66 Prozent auf 40.000 gestiegen, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der die Ladepunkte bundesweit registriert. Parallel zu den öffentlichen gehe der Ausbau der privaten Ladepunkte dank des KfW-Förderprogramms für Wallboxen gerade durch die Decke, so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. 

Damit entstehe eine Ladeinfrastruktur, die sich am Bedarf der E-Mobilisten orientiert, denn mehr als 80 Prozent aller Ladevorgänge fänden zu Hause oder am Arbeitsplatz statt, so Andreae weiter. Nun können auch kleine und mittlere Unternehmen Förderanträge für E-Auto-Ladestationen beim Bundesverkehrsministerium stellen. Damit könnten an Kunden- und Mitarbeiterparkplätzen zusätzliche Ladepunkte entstehen, heißt es vom BDEW. 

Berlin und Bayern vorn 
Im Städteranking bleibt Berlin an der Spitze. Dort können E-Autos mittlerweile an 1694 öffentlichen Punkten geladen werden. Im Dezember 2019 waren es noch 974 gewesen. Es folgen München mit 1310, Hamburg mit 1226 und Stuttgart mit 616 Ladepunkten. Wolfsburg legte um 1500 Prozent zu und hat nun 467 Ladepunkte. Im Ländervergleich ist der alte Spitzenreiter Bayern weiter in Führung mit einem Zuwachs von knapp 50 Prozent seit Dezember 2019 und derzeit 8325 Ladepunkten. Baden-Württemberg legte um rund 70 Prozent zu und liegt mit 7047 gemeldeten Ladepunkten auf Platz zwei. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 6164, Niedersachsen mit 3783 und Hessen mit 2775 Ladepunkten. 

Hindernisse ausräumen 
Allerdings sei diese dynamische Entwicklung kein Selbstläufer, gibt der BDEW zu bedenken. Es fehle den Betreibern an Planungssicherheit für den weiteren Ausbau. Weitere Fesseln, die gelöst werden müssten, seien die schnelle und unbürokratische Bereitstellung von Flächen für Ladestationsstandorte, die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren und die Entbürokratisierung der Förderprogramme.


26. Mai

Häuser als Stromspeicher

Schwedische Wissenschaftler wollen regenerativen Strom in Zukunft nicht in Batterien, sondern in Häusern speichern.

weiterlesen

Es klingt unglaublich: Schwedische Wissenschaftler von der schwedischen Chalmers-Universität in Göteborg haben Stromspeicher aus Zement entwickelt. Dazu mischen die Forscher Zement mit kurzen Abschnitten von Kohlefasern, die für mehr Leitfähigkeit sorgen. Die Fasern sind mit Metallen beschichtet: Eisen wird für die Anode genutzt, Nickel für die Kathode. Zwar sei die die Speicherkapazität noch vergleichsweise gering, das werde aber durch die Größe der Gebäude ausgeglichen. Außerdem gaben die Forscher zu bedenken, dass ihre Arbeit noch ganz am Anfang stehe. 

Was heute schon möglich ist 
Verbinde man die Batterie mit einer Photovoltaik-Anlage könne man sie trotz aktuell noch schwacher Speicherkapazität zum Beispiel zur Beleuchtung eines Hauses mit LEDs nutzen. Auch Risse in Brücken oder anderen Bauwerken ließen sich von Sensoren ermitteln, die mit Strom aus der mit Zementbatterie versorgt werden, heißt es aus Göteborg.


19. Mai

E-Mobilität: Schneller und leichter laden

Mit der Novellierung der Ladesäulenverordnung soll das das Bezahlen an öffentlich zugänglichen Ladesäulen einfacher und nutzerfreundlicher werden.

weiterlesen

Die E-Mobilität kommt immer besser ins Rollen: Es gibt mehr unterschiedliche Modelle, die immer weniger kosten und immer weiter kommen sowie satte Förderungen und Steuervorteile für alle, die auf ein sauberes E-Auto umsatteln. Man müsse aber nicht nur die Autos fördern, sondern auch das Laden und Bezahlen einfach und unkompliziert gestalten, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Dazu soll es zukünftig möglich sein, an Ladesäulen nicht nur mit dem Smartphone, sondern auch mit gängiger Kredit- und Debitkarte zu bezahlen. Zudem könne man auch grenzüberschreitend laden, denn die Kreditkarte sei überall einsetzbar, so der Minister. Die Änderung der Ladesäulenverordnung sieht vor, dass Ladesäulenbetreiber beim Ad-hoc-Laden künftig mindestens eine kontaktlose Zahlung mittels gängiger Debit- und Kreditkarte als Mindeststandard anbieten müssen. 

Start ab 2023 
Regelung zum einheitlichen Bezahlsystem gilt für alle Ladesäulen, die ab dem 1. Juli 2023 erstmalig in Betrieb genommen werden. Bestehende Ladesäulen müssen nicht nachgerüstet werden. Der Änderungsentwurf wurde von der EU-Kommission notifiziert, als nächstes befasst sich der Bundesrat mit den geplanten Änderungen.


12. Mai

Allianz fürs Klima

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und Breakthrough Energy haben gemeinsam die Tech for Net Zero Allianz gegründet.

weiterlesen

Die neue Klima-Allianz will aufzeigen, wie bessere strukturelle Rahmenbedingungen für innovative Klimatechnologien geschaffen werden können, um das Ziel der Klimaneutralität in Deutschland zu erreichen. Besonders wichtig sei, die Bedeutung von Innovationen auf dem Weg zur Klimaneutralität zu verdeutlichen und den Dialog rund um Climate-Tech stärken, erklärten die Gründer beim Kick-off-Meeting. Die nächste Legislaturperiode bietet die Chance, die richtigen Signale zu setzen, um Innovationen, neue Klimatechnologien und disruptive Geschäftsmodelle schneller in den Markt zu bringen und schneller zu skalieren. Die Tech for Net Zero Allianz setzt dabei als starke Innovationsstimme wichtige Impulse, um Deutschland und die EU weiter als Vorreiter für Climate-Tech zu positionieren.

Klima-Innovationen vorantreiben
Tech for Net Zero will verschiedene Innovationsthemen bearbeiten und in den Austausch mit der Politik treten. Die Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen werden in einem Report veröffentlicht. Darin werden innovative Technologien und Anwendungsfelder in den vier zentralen Verbrauchssektoren Energie, Gebäude, Industrie und Mobilität identifiziert und Handlungsoptionen an die Politik formuliert, um diese besser in den Markt zu integrieren. Finanziert wird das Projekt durch Breakthrough Energy, einer von Bill Gates gegründeten Organisation. Der Allianz gehören neben den beiden Gründungsorganisationen bislang 16 Organisationen an, darunter Climate-Tech Startups, Investoren, Forschungseinrichtungen und Think Tanks.


5. Mai

Online-Check für die eigene Heizung

Ein neues Online-Tool zeigt, was der Austausch einer ineffizienten Heizungsanlage bringt und welche energiesparenden Alternativen es gibt.

weiterlesen

Europaweit sind schätzungsweise 60 Prozent aller Heizungsanlagen alt und ineffizient, ihr Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen erheblich. Allein in Deutschland wird in gut einem Fünftel aller Gebäude mit Öl geheizt, nach Erhebung der Schornsteinfeger sind das rund 5,4 Millionen Ölheizungen.

Kostenfreies Online-Tool
Fast die Hälfte der Deutschen weiß nicht, wie viel Energie ihre Heizung verbraucht. Mit dem kostenfreien EU-Projekt HARP (Heating Appliances Retrofit Planning) lässt sich das feststellen – einfach und problemlos. Den Check gibt es in zwei Versionen für Privatpersonen und für Fachleute. In nur wenigen Schritten lassen sich die Effizienzklasse des vorhandenen Heizsystems feststellen und Maßnahmen ermitteln, wie man seinen Energieverbrauch und damit auch seinen CO2-Austoß verringert. Darüber hinaus informiert das Tool über bundesweite Förderprogramme für Heizungssanierungen. Allein durch den Einbau eines neuen effizienteren Heizgerätes lassen sich durchschnittlich 15 Prozent an Heizkosten und CO2-Emissionen einsparen. Fehlende Angaben ergänzt das Online-Tool mit Durchschnittswerten und kategorisiert das vorhandene Heizsystem in eine Effizienzklasse.

Bundesförderung nutzen
Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt das Wirtschaftsministerium (BMWi) aktuell den Einbau energieeffizienter Heizsysteme. Zur Wahl stehen ein zinsverbilligter Kredit mit Tilgungszuschuss oder ein Direktzuschuss in Höhe von mindestens 20 Prozent der anzurechnenden Kosten. Beim Austausch einer Öl-Heizung erhöht sich die Förderquote sogar auf maximal 45 Prozent.


Seite drucken