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Energienews

20. Januar

Ältere Photovoltaik-Anlagen und BHKW schnell anmelden

Gebäudeeigentümer, die eine PV-Anlage oder ein Mini-BHKW betreiben, müssen diese in das zentrale Marktstammdatenregister bis Ende Januar 2021 eintragen.

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Für ältere Anlagen läuft die Übergangsfrist ab: Sind sie vor dem 1. Februar 2019 in Betrieb gegangen, müssen sie bis zum 31. Januar 2021 in das Register eingetragen sein. Ohne Anmeldung riskieren die Anlageneigentümer ihre Einspeisevergütung, so das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau. 

Für Neuanlagen gilt Anmeldepflicht schon seit Februar 2019 
Alle stromerzeugenden Anlagen müssen im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Der Eintrag ist für neue Anlagen schon seit Februar 2019 verpflichtend. Dies muss einen Monat nach Inbetriebnahme erfolgen. Liegt bis zum 31. Januar 2021 kein Eintrag vor, darf der Netzbetreiber den Geldhahn für den in das Stromnetz eingespeisten Strom zudrehen. Der Stopp kann auch wieder rückgängig gemacht werden: Sobald der Anlagenbetreiber die Registrierung nachholt, fließen die Vergütungen inklusive der einbehaltenen Beträge wieder. Die Einspeisevergütung ist ein wichtiger Bestandteil zur Refinanzierung der Investition. 

Die Anmeldung ist einfach 
Für die Registrierung ist kein explizites Fachwissen erforderlich. Man benötigt nur die Unterlagen mit den technischen Daten der Anlage. Zur Anmeldung geht man im Internet auf die Webseite des Marktstammdatenregisters. Die Anmeldung dauert rund 20 bis 30 Minuten. Wer den Eintrag nicht selbst machen will oder kann, darf bevollmächtigte Personen, Installateure, Dienstleister oder Personen aus der Familie beauftragen, so Zukunft Altbau. 


13. Januar

Die erste Elektrostraße der Welt

Der Traum aller Elektroautofahrer liegt in London.

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Die „Electric Avenue, W9“ ist die weltweit erste Straße, die vollständig fürs Laden von E-Fahrzeugen ausgestattet wurde. Der deutsche Siemens-Konzern wandelte 24 Straßenlaternen unter Nutzung der vorhandenen städtischen Infrastruktur in Ladestationen für Elektrofahrzeuge um. Anwohner können ihr E-Gefährt jetzt an jeder Laterne der „Sutherland Avenue“ laden, wie die Straße früher hieß. Demnächst werden zwei weitere benachbarte Straßen im Viertel auf E-Auto-Technik umgerüstet.


6. Januar

Jahre später fast wie neu: Plastikmüll in der Tiefsee

Plastikteilchen lassen sich heute in allen Regionen der Weltmeere nachweisen.

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Ein Team des GEOMAR Helmholtz- Zentrums für Ozeanforschung in Kiel untersuchte Kunststoffmüll, der 20 Jahre und länger in der Tiefsee lagerte. 815 Kilometer vor Peru entdeckten die Forscher in rund 4 000 Meter Tiefe eine Magerquarkverpackung, auf der Produktbezeichnung und Firmenname des deutschen Herstellers noch bestens lesbar waren. Spuren von Verrottung waren keine zu finden.


16. Dezember

Schönheitsreparaturen: Wer zahlt?

Der Bundesgerichtshof (BGH) nimmt bei Schönheitsreparaturen Vermieter und Mieter gemeinsam in die Pflicht.

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Wurde eine Wohnung unrenoviert übergeben, müssen sich nach einem aktuellen Urteil beide Parteien die Kosten für Schönheitsreparaturen teilen. Dies gilt, falls sich der Zustand der Wohnung deutlich verschlechtert hat. Müsste der Vermieter alles auf seine Kosten renovieren, bekäme ein Mieter mehr, als er beim Einzug vorgefunden hat. Für Mieter kann dies jedoch teuer werden, denn Vermieter müssen grundsätzlich einen Handwerker schicken. Erst wenn der Vermieter untätig bleibt und in Verzug gerät, darf der Mieter selbst renovieren und vom Vermieter die Hälfte der Kosten verlangen.


9. Dezember

Kaputt bleibt meist kaputt

Lohnt sich eine Reparatur oder nicht?

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Die Stiftung Warentest fragte ihre Leserinnen und Leser, wie lange deren Haushalts- und Multimediageräte ohne Macken funktionieren und wie ihre Erfahrungen mit Reparaturen sind. Das Ergebnis: Fast 80 Prozent der gemeldeten Geräte funktionieren auch nach Jahren noch tadellos. Mobiltelefone dagegen machten bereits nach etwa einem Jahr Probleme. Drucker, Notebooks, Kaffeemaschinen, Staubsauger, Navis und Tablets waren rund zwei Jahre alt, als erste Fehler auftraten. Bei Kühl- und Gefrierschränken, Waschmaschinen und Geschirrspülern zeigten sich Schäden nach etwa fünf Jahren Nutzung. Teure Geräte werden dabei öfter repariert als günstige. Nach einer Reparatur liefen zwei Drittel der kaputten Geräte nicht wieder einwandfrei und waren schrottreif.


2. Dezember

Weihnachtszeit: Wenn mehr als nur ein Lichtlein brennt

Jetzt wird’s gemütlich: Kerzen leuchten, es wird gekocht und gebacken, allerlei Leckereien von Punsch bis Fondue genossen.

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Doch bevor Weihnachten alle Lichter brennen, sollten Sie besonders feurigen Momenten vorbeugen. Wer immer noch keine Rauchmelder zu Hause hängen hat: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, endlich welche anzubringen! Wenn der Adventskranz oder der Schwippbogen Feuer fangen, hilft ein handliches Löschspray oder eine Löschdecke. Wenn dagegen der Weihnachtsbaum in hellen Flammen steht, kann nur der schnelle Einsatz eines professionellen Feuerlöschers die Situation retten. Eine wichtige Vorsichtsmaßnahme hat jeder selbst in der Hand: Kerzen sollten niemals unbeaufsichtigt brennen!


25. November

WASSERSTOFF FÜR DIE ENERGIEWENDE

Deutschland will Weltmarktführer bei Wasserstoff werden, dem Schlüsselrohstoff der Energiewende.

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Schon 1874 erkannte der französische Schriftsteller Jules Verne: „Das Wasser ist die Kohle der Zukunft.“ Eine visionäre Prognose: Heute, fast 150 Jahre später, gilt Wasserstoff als zentraler Baustein auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft und könnte die Energiewende entscheidend voranbringen. Rund um den Globus tüfteln Forscher an Möglichkeiten zur Erzeugung, Speicherung und Verwendung des „grünen Goldes“. 

Innovativ voraus
Auch hierzulande tut sich viel: Im Hamburger Hafen soll die bis dato größte Elektrolyse-Anlage entstehen. Der Paketdienst DHL entwickelt gemeinsam mit dem Start-up Streetscooter einen Lieferwagen mit Brennstoffzellenantrieb. Zwischen Niedersachsen und Bremen pendelt der erste Wasserstoffzug. Im Sommer 2020 stellte die Bundesregierung neun Milliarden Euro Fördermittel für die Produktion und Infrastruktur des Rohstoffs bereit: „Wir wollen bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt werden“, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Schon heute ist Deutschland bei Innovationen rund um Wasserstoff europaweit führend und liegt mit 17.238 Brennstoffzellen-Patenten weltweit auf dem dritten Platz hinter den USA und Japan. 

Energieträger der Zukunft
Das Potenzial ist enorm: Mit dem gefragten Element werden zum Beispiel Stahl und chemische Produkte hergestellt, ohne dass die Atmosphäre hierbei nennenswert mit Treibhausgasen belastet wird. Laut der Deutschen Energieagentur ließen sich in der Stahlherstellung mit Wasserstoff rund 95 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber der konventionellen Hochofenmethode einsparen. Doch Wasserstoff kann noch viel mehr: Über Brennstoffzellen treibt er Generatoren, Heizungen und Verkehrsmittel an. Langfristig könnte Wasserstoff Diesel ersetzen und die Verbrennung von Erdgas, Kohle und Öl überflüssig machen – in der Industrie, im Transport und Verkehr ebenso wie in der Strom- und Wärmeversorgung von Wohngebäuden. 

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Einerseits ja, andererseits nein. Bis Ende des Jahres möchte die Bundesregierung die seit Langem geplante nationale Wasserstoffstrategie beschließen. Nach monatelangen Auseinandersetzungen, welche Ziele realistisch sind, einigten sich die Ministerien auf einen Kompromiss: In Deutschland soll nur die Herstellung von grünem Wasserstoff gefördert werden. Ein wichtiger Entschluss: Denn entscheidend für die Klimabilanz von Wasserstoff ist die Art seiner Erzeugung. 

Facettenreich
Bei der Produktion von Wasserstoff gibt es vier Varianten: grünen, blauen, türkisen und grauen Wasserstoff (siehe unten). Komplett klimaneutral und nachhaltig ist nur grüner Wasserstoff. Er wird CO2-frei mit Ökostrom erzeugt. Aus fossilen Brennstoffen produzierter grauer Wasserstoff ist zwar kostengünstig, schädigt aber aufgrund des hohen CO2-Ausstoßes das Klima. Was also spricht dagegen, ausschließlich grünen Wasserstoff herzustellen? Die Technik zumindest ist nicht das Problem. Mithilfe eines sogenannten Elektrolysers können Fachleute Wasser unter (Öko)Strom setzen, sodass sich Wasserstoff- und Sauerstoffatome voneinander lösen. Bei diesem Prozess entstehen keine CO2-Emissionen. Der benötigte Ökostrom kann zum Beispiel aus Windkraft erzeugt werden. Doch die Herstellung ist energieaufwendig: Von 100 Kilowattstunden erneuerbarem Strom bleiben nach der Elektrolyse nur zwei Drittel in Form von Wasserstoff übrig. Bei der jeweiligen Anwendung geht weitere Energie verloren. 

Zudem konkurriert die Menge des für den grünen Wasserstoff benötigten Ökostroms mit einem anderen Ziel der Regierung: Bis 2030 sollen 65 Prozent des bundesweit erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Für beide Klimaschutz-Projekte reichen die Solar- und Windkapazitäten in Deutschland nicht aus. Die Lösung: Importe. Wasserstoff soll in wind- oder sonnenreichen Ländern erzeugt und nach Deutschland geliefert werden. Anfang 2020 legte Berlin den Grundstein für eine erste „Wasserstoff-Partnerschaft“ mit Westafrika. Auch die Niederlande und Australien wollen als Wasserstoffexporteure den Weltmarkt erobern. 

Trotz aller Bemühungen wird der Aufbau der erforderlichen Kapazitäten an regenerativen Energien und Elektrolyse-Ressourcen noch Jahrzehnte dauern. Fakt ist auch: Damit sich CO2-frei erzeugter Wasserstoff gegen alternative Energieträger durchsetzen kann, müssen die Kosten für Ökostrom erheblich sinken und erneuerbare Energien konsequent und zügig ausgebaut werden. Fazit: Der Weg ins grüne Wasserstoffzeitalter ist noch weit, aber er könnte sich lohnen. 

Die Farblehre des Wasserstoffs
Wasserstoff ist nur so sauber wie seine Herstellung. Gemessen am produktionsbedingten CO2-Ausstoß unterscheiden Experten vier Varianten: 

  • Grauer Wasserstoff: Wird auf Basis fossiler Brennstoffe wie Erdgas oder Rohöl erzeugt. Dabei entsteht CO2, das ungenutzt in die Atmosphäre gelangt und den Treibhauseffekt verstärkt. Preiswert und weit verbreitet, aber umweltschädlich.
  • Blauer Wasserstoff: Ist grauer Wasserstoff mit einem Unterschied: Das CO2 gelangt nicht in die Atmosphäre, sondern wird abgeschieden und unterirdisch gespeichert. Bilanziell klimaneutral, aber aufgrund der begrenzten Speicherkapazitäten und des technischen Aufwandes weder besonders nachhaltig noch dauerhaft umsetzbar.
  • Türkiser Wasserstoff: Entsteht, wenn ein Hochtemperaturreaktor Methan thermisch spaltet (Methanpyrolyse). Nebenprodukt ist kein gasförmiges CO2, sondern fester Kohlenstoff. Damit türkiser Wasserstoff klimaneutral ist, muss der Reaktor mit erneuerbarer Energie erhitzt und der Kohlenstoff dauerhaft gebunden werden. Auch entweicht immer ein kleiner Teil Methan in die Atmosphäre.
  • Grüner Wasserstoff: Am klimafreundlichsten. Komplett CO2-frei und aus erneuerbaren Energien erzeugt. Nur grüner Wasserstoff erfüllt langfristig die Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens.
     

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