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Energienews

16. Oktober

2019 sinkt die EEG-Umlage

Die Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien wird auch im nächsten Jahr leicht sinken.

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Die Übertragungsnetzbetreiber haben bekannt gegeben: 2019 beträgt die EEG-Umlage 6,41 Cent pro Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien. Damit sinkt der Aufpreis pro Kilowattstunde trotz zunehmender Ökostromeinspeisung von derzeit 6,79 Cent um 0,4 Cent.

Gründe für die gesenkte EEG-Umlage
Das EEG-Ausgleichskonto ist Stand September 2018 mit 3,65 Milliarden Euro gefüllt und somit einer der Gründe, der die Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien im kommenden Jahr sinken lässt. Ein weiterer Grund ist der gestiegene Börsenpreis. Dieser sorgt dafür, dass Ökostromanlagenbetreiber im Stromhandel mehr Geld verdienen. Dadurch wird der nötige Förderbetrag für die garantierte Einspeisevergütung geringer.

Was ist die EEG-Umlage?
Mit der EEG-Umlage wird die Förderung der Betreiber von Fotovoltaik-, Windkraft-, Wasserkraft- und Biogasanlagen finanziert. Diese muss jeder Stromkunde bezahlen. Manche Industriebranchen und Gewerbe erhalten allerdings Rabatte.


14. Oktober

Der wichtigste Klimabericht des Jahres

Forscher haben eine neue Bestandsaufnahme zur Erderwärmung aufgestellt: den Sonderbericht des Weltklimarats.

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Im Dezember findet die Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz statt. Der nun veröffentlichte Sonderbericht des UNO-Weltklimarats (IPCC) soll dafür Grundlage sein. Dabei hat der Weltklimarat keine eigene Forschung betrieben, sondern mehr als 6.000 Studien analysiert. 91 Autoren aus 40 Ländern haben an dem Bericht gearbeitet.

Was passiert, wenn wir die 1,5-Grad- Marke überschreiten?
Der Bericht beschäftigt sich mit der Frage, ob das Ziel erreicht werden kann, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum Industriezeitalter zu begrenzen. Dabei wird klar: Veränderungen müssen in sämtlichen Bereichen geschehen. In der Energieerzeugung, dem Städtebau, der Landnutzung, in der Industrie und dem Bausektor, sowie beim Verkehr. Die Forscher beschäftigten sich mit der 1,5-Grad-Marke statt der sonst üblichen 2-Grad-Marke, um aufzuzeigen, welche Konsequenzen bereits die Überschreitung von 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit haben wird. Die Wissenschaftler nennen neben Artenaussterben und Meeresspiegelanstieg auch Extremwetterereignisse und Korallensterben. 

Ab 2050: 0 Prozent Kohlendioxidausstoß
Bleiben die globalen Emissionen auf dem derzeitigen Niveau, steigt die durchschnittliche Temperatur schon zwischen 2030 und 2052 um 1,5 Grad. Die IPCC-Forscher gehen davon aus, dass sich die Welt zurzeit nicht auf dem Kurs für das 1,5-Grad-Ziel befindet, noch nicht einmal für das 2-Grad-Ziel. Um das Ziel der 1,5-Grad-Marke überhaupt noch zu erreichen, müssen bis zum Jahr 2030 die weltweiten CO2-Emissionen um 45 Prozent gegenüber 2010 fallen. Spätestens ab 2050 muss der Kohlendioxidausstoß in der Summe auf Null gebracht werden – sonst muss Kohlendioxid aktiv aus der Luft entfernt werden.


12. Oktober

Die Energie der anderen

Alle Welt blickt auf die deutsche Energiewende. Wir sind aber längst nicht das einzige Land in Europa, welches auf erneuerbare Energien setzt.

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Norwegen: Die „Batterie Europas“ 
Norwegen ist durch die Natur begünstigt: In dem dünn besiedelten, regenreichen Land gibt es 160.000 Binnenseen. Die oft mehr als 1.000 Meter über dem Meer gelegenen Wasserspeicher bilden ein gewaltiges Reservoir, um Strom bereitzustellen, wenn er gebraucht wird. Über 1.500 Wasserkraftwerke decken nahezu den kompletten Strombedarf des Landes. Die meisten sind Pumpspeicher-Kraftwerke: Sie pumpen Wasser mithilfe von überschüssigem Strom von einem tiefer gelegenen Becken in ein höheres. Wird Strom benötigt, fließt das Wasser zurück ins Tal und treibt eine Turbine an. 

Die Wasserkraft sorgt außerdem für einen kräftigen Stromüberschuss, der nach Europa exportiert wird. Als „Batterie Europas“ liefert Norwegen Energie in europäische Industrieregionen. Sieben Unterseekabel, darunter das armdicke, 516 Kilometer lange Seekabel „NordLink“, das aktuell auf dem Grund der Nordsee verlegt wird, sollen bis 2020 Strom ans europäische Festland liefern. Allein „NordLink“ kann mehr als 3,6 Millionen Haushalte versorgen.

Österreich: Vorreiter für Umwelttechnologien
Mit seinen Gebirgen und Flüssen nutzt Österreich seit jeher Wasserkraft zur Energiegewinnung. Die rund 3.100 Kleinwasserkraftwerke decken etwa zehn Prozent des österreichischen Strombedarfs und vermeiden im Vergleich zur Stromproduktion mit fossilen Energieträgern jährlich rund sechs Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Vor allem der Osten Österreichs setzt zunehmend auf Windenergie. Schon seit 2005 wird zwischen Innsbruck und Wien zudem keine Kohle mehr gefördert. Stattdessen bestimmen vor allem die erneuerbaren Energien den Strommix: Ihr Anteil liegt aktuell bei rund 79 Prozent: 63 Prozent aus Wasserkraft, 16 Prozent aus Windkraft, Photovoltaik und nachwachsenden Brennstoffen. Bis 2030 soll der gesamte Strom in Österreich aus regenerativen Energiequellen stammen. Die Bundesregierung will den Alpenstaat zum Vorreiter in moderner Umwelttechnologie machen. Schon heute sichert die Energiewende mehr als 90.000 Arbeitsplätze. 

Frankreich: Revolution im Land der Atomkraft?
Frankreich hat wie kein zweites Land weltweit auf Atomkraft gesetzt. Nach dem Ölpreisschock Anfang der 1970er-Jahre wählte es „l’énergie nucléaire“ als Patentrezept für günstigen Strom. Öl- oder Gasvorkommen gibt es kaum. Vor zehn Jahren schloss die letzte Kohlezeche im lothringischen Industrierevier. Die Atomkraft verschaffte Frankreich mehr Unabhängigkeit von Rohstoffimporten, jährliche Überschüsse bei Stromexporten und relativ niedrige CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern.

Insgesamt 58 Reaktoren produzieren mehr als zwei Drittel des erzeugten Stroms im Land. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt bei 18 Prozent. Im Vergleich zu Österreich oder Skandinavien ist das wenig. Trotzdem ist im Land der Atomkraft eine kleine Revolution im Gange: Die „Grande Nation“ plant eine teilweise Abkehr vom Atom. Bis 2025 will sie den Erzeugungsanteil der Atomkraft auf 50 Prozent drücken, während der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch steigen soll. Ende 2017 kündigte die neue Regierung Macron jedoch an, dass sich der ambitionierte Zeitplan wohl um zehn Jahre verzögern werde. 

Dänemark: Wind-Weltmeister
Schon 1891 baute der Däne Paul La Cour im küstenreichen Dänemark die erste Windkraft-Versuchsanlage. Seit den 1970er-Jahren verbreitete sich die Technologie rasant. Kein Wunder: Das rohstoffarme Königreich legt großen Wert auf eine unabhängige Energieversorgung. 2017 deckten Wind, Wasser, Sonne und Biomasse bereits rund drei Viertel der Stromerzeugung. Bis 2030 soll ihr Anteil auf 90 Prozent, bis 2050 auf 100 Prozent ausgebaut werden. Die Windenergie bestreitet schon heute fast 44 Prozent des landesweiten Energiebedarfs. Dänemarks Windräder produzieren so viel Strom, dass ein Teil davon nach Norwegen und in andere Nachbarländer exportiert wird.

Doch da seit 2016 eine Drei-Parteien-Regierung bei unseren nördlichen Nachbarn am Ruder ist, stehen in Kopenhagen nicht mehr alle Zeichen auf grün. Bis 2020 wird die steuerliche Umlage zur Förderung von Erneuerbaren für Stromabnehmer aus der Industrie schrittweise abgeschafft. Die dänische Energiewende ist damit vorerst auf Eis gelegt.


10. Oktober

Natur in luftiger Höhe

Eine Studie belegt die positiven Auswirkungen von Gründachanlagen in Städten auf Vögel- und Insektenarten.

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Immer mehr Grünflächen haben in den vergangenen Jahrzehnten für Gebäude- und Straßenbau weichen müssen. Ein paar Etagen höher soll die Natur jetzt wieder Einzug in viele Städte erhalten. Sogenannte Gründachanlagen sollen als Regenwasserspeicher und Naherholungsgebiet, die Pflanzen der Mini-Parks als Hitzepuffer und Schadstofffilter dienen. Eine neue Studie zeigt jetzt, welche Unterschiede eine Begrünung auf Dächern auch für die biologische Vielfalt haben kann.

Mehr Vögel, mehr Insekten
Anhand verschiedener Gründachanlagen in New York City haben Forscher untersucht, ob die künstlich geschaffenen Lebensräume in luftiger Höhe Insekten und Vögel anlocken. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich auf begrünten Dächern rund dreimal so viele Vogelarten niederlassen wie auf nicht bepflanzten. Sogar Zugvögel, die im Frühjahr nordwärts fliegen und Städte normalerweise meiden, waren auf den Dächern mit Begrünung zu finden. Die Vögel werden auch vom Nahrungsangebot angelockt: Denn die Gründächer lieferten im Frühjahr dreimal, im Sommer sogar fünfzehnmal so viele Insekten wie nicht begrünte Dächer.

Natur mit Zugangsbeschränkung
Laut den Forschern können Gründächer den Verlust von Biotopen teilweise kompensieren, jedoch nicht vollständig ersetzen. Hinzu kommt, dass der Lebensraum auf Gebäudedächern für die meisten Tierarten ohne Nachhilfe kaum erreichbar ist. Für Vögel und Insekten jedoch erweist sich die Begrünung von Dachflächen als attraktiver und sicherer Lebensraum.


8. Oktober

Kaputte Blinkschuhe zählen zu Elektroschrott

Seit Mitte August 2018 fallen immer mehr Geräte durch eine Neuregelung unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz.

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Sie sind hip, sie sind auffällig und jeder Teenie hat sie: Blinkschuhe. Die coolen Treter besitzen LEDs an der Sohle, die bei jedem Schritt aufleuchten. Doch hat es sich einmal ausgeblinkt, sollten die Schuhe weder über den Hausmüll noch über den Altkleidercontainer entsorgt werden, denn seit Mitte August fallen sie unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz.

Was zählt zum Elektroschrott?
Das neue Gesetz schreibt vor, dass alle Möbel und Kleider mit fest verbundenen Elektronikteilen in die Elektro-Altgeräte-Sammlung gehören. Dazu zählen neben Blinkschuhen auch Rucksäcke mit eingenähter Beleuchtung, elektrisch verstellbare Schreibtische und Fernsehsessel oder Tresore mit elektrischem Schloss. Zu erkennen sind Gegenstände, die zum Elektroschrott gehören, am Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne.

Was soll wie entsorgt werden?
Bei Produkten, deren Elektronikteile austauschbar sind, gehört jedoch nur die Elektronik selbst zum Elektroschrott. Das restliche Produkt kann wie gewohnt entsorgt werden. Produkte, die mit dem Symbol der durchgestrichenen Mülltonne versehen sind, sind für Hersteller, Händler und Importeure registrierungspflichtig und für Verbraucher gesondert zu entsorgen. Auch ältere Gebrauchsgegenstände, die das Symbol noch nicht tragen, aber eingebaute Elektronik besitzen, müssen über Elektro-Altgeräte-Sammelstellen oder im Handel zurückgegeben werden.


6. Oktober

Nachfrage nach Bike-Sharing hält an

Prognose: Bike-Sharing-Boom hält bis 2021, Umsatz mit Fahrrad-Verleihdiensten steigt jährlich um 20 Prozent.

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Radfahren ist günstiger als ein Taxi zu nehmen, flexibler als mit dem öffentlichen Nahverkehr zu fahren und zeitsparender als mit dem Auto einen Parkplatz zu suchen. Immer mehr ziehen es jedoch vor, ein Fahrrad zu leihen statt zu kaufen – aus finanziellen Gründen, unregelmäßigem Bedarf oder Angst vor Diebstahl. Kein Wunder also, dass das Bike-Sharing in Großstädten immer beliebter wird. Entsprechend groß ist inzwischen das Angebot an Leihfahrrädern.

Boom hält bis 2021 – und das global
Die Unternehmensberatung Roland Berger hat ihre Studie „Bike Sharing 4.0“ veröffentlicht. Das Ergebnis: Sämtliche Mobilitätslösungen rund um das Fahrrad werden in naher Zukunft ein starkes Wachstum von durchschnittlich rund 20 Prozent erleben. Zudem erreiche der globale Markt für den Fahrradverleih bis zum Jahr 2020 ein Marktvolumen von 3,6 bis 5,3 Milliarden Euro. „Der Markt für Bike-Sharing-Lösungen zeigt ein erhebliches Potenzial in der ganzen Welt“, sagt Tobias Schönberg, Roland Berger-Partner.

Boom lockt IT-Branche an
„Für private Investoren entstehen im Bike-Sharing-Sektor neue Investitionsalternativen mit attraktiven Renditen. Doch auch weitere Unternehmen werden sich immer stärker an der Wertschöpfungskette des Bike Sharing-Marktes beteiligen“, erklärt Schönberg. Sowohl digitale als auch technische Innovationen werden die Produktangebote beeinflussen und strategische Partnerschaften mit IT-Anbietern, Online-Fahrdiensten oder sozialen Netzwerken entstehen.


4. Oktober

Recyclingpapier auf dem Vormarsch

Der Papieratlas Wettbewerb zeigt, dass Papier mit dem Blauen Engel immer beliebter wird.

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Die Gewinner des diesjährigen Papieratlas Wettbewerbs werden für die Nutzung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel von Bundesumweltministerin Svenja Schulze ausgezeichnet. Dank Recyclingpapier werden wertvolle Ressourcen geschont.

Recyclingpapier-Einsatzquote erreicht Rekord
Die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) hat den Papieratlas ins Leben gerufen. 93 Städte, 42 Hochschulen und 27 Landkreise haben in diesem Jahr teilgenommen. Bei der Preisverleihung zum Papieratlas Wettbewerb 2018 wurde Bremerhaven von Bundesumweltministerin Schulze als recyclingpapierfreundlichste Stadt ausgezeichnet. Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen ist die recyclingfreundlichste Hochschule und unter den Landkreisen setzte sich der Rhein-Hunsrückkreis durch. Mit etwa 87 Prozent erreicht die durchschnittliche Recyclingpapier-Einsatzquote einen Rekord. Die Quote der Hochschulen liegt bei fast 69 Prozent, die der Landkreise bei durchschnittlich 65 Prozent.

Blauer Engel für umweltfreundlichstes Papier
Ohne jegliche Qualitätseinschränkungen lassen sich durch Recyclingpapier essentielle Ressourcen sparen – es werden etwa 60 Prozent weniger Energie und Wasser verbraucht und die CO2-Emissionen gesenkt. Das Umweltzeichen Blauer Engel feiert aktuell sein 40-jähriges Bestehen. Der Blaue Engel für Recyclingpapier fordert nicht nur einen 100-prozentigen Altpapieranteil, sondern legt auch bei Produktion und Einsatz des Papiers Wert auf Gesundheits- und Umweltaspekte.


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