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Energienews

29. März

Energetische Sanierungen absetzbar

Wer seine Steuererklärung für 2020 macht, kann dabei erstmalig auch Einzelmaßnahmen wie den Austausch der Fenster oder die Wärmedämmung des Hauses absetzen.

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Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr die steuerliche Förderung für energetische Sanierungsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können daher in diesem Jahr bei ihrer Steuererklärung für 2020 erstmals einen Teil der Sanierungskosten steuerlich geltend machen. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. 

Steuerlast von Einzelmaßnahmen mindern 
Bei Einzelmaßnahmen wie einer Wärmedämmung oder dem Tausch von Fenstern und Heizung kann die Steuerlast über drei Jahre hinweg um insgesamt 20 Prozent, maximal 40.000 Euro, gemindert werden. Bei der energetischen Baubegleitung und Fachplanung sind es 50 Prozent der angefallenen Kosten. Wichtig ist, dass die Umbauten nicht vor 2020 begonnen wurden, die Immobilie mindestens zehn Jahre alt ist und bestimmte technische Vorgaben eingehalten werden. Auch muss beachtet werden, dass Maßnahmen, für die man bereits Fördermittel des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten hat, nicht steuerlich geltend gemacht werden können.


22. März

Heute ist Weltwassertag

Der Weltwassertag 2021 steht unter dem Motto „Valuing Water“ bzw. „Wert des Wassers“.

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Der Weltwassertag am 22. März, zu dem die Vereinten Nationen (VN) seit 1993 aufrufen, erinnert alljährlich an die Besonderheiten der essenziellsten Ressource allen Lebens. Der Weltwassertag 2021 steht unter dem Motto „Valuing Water“ bzw. „Wert des Wassers“. Mit diesem Jahresthema wollen die VN Menschen dazu aufrufen, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinen Wert zu machen. Dies geht weit über den finanziellen Gesichtspunkt hinaus und umfasst auch den ökologischen, sozialen sowie kulturellen Wert von Wasser. Stadtwerke und Energieversorger unterstützen die VN in ihren Bestrebungen und setzen sich für eine gleichbleibend hohe Qualität des Trinkwassers ein. 

Wasser besonders wertvoll 
Der Wert von Trinkwasser für den Menschen könne gar nicht zu hoch angesetzt werden, es sei für alle lebensnotwendig, so Martin Weyand, der Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Trinkwasser sei nicht nur das Lebensmittel Nummer 1, sondern zum Beispiel auch für die Körperhygiene und das regelmäßige Händewaschen unentbehrlich. In der aktuellen Corona-Pandemie sei das besonders wichtig. Die Wasserwirtschaft nehme ihren Versorgungsauftrag im Rahmen der Daseinsvorsorge sehr ernst, so Weyand. Die Wasserversorger hätten die Pflicht, die Bevölkerung mit Trinkwasser in ausreichender Menge und rund um die Uhr in einwandfreier Qualität zu versorgen, auch in Krisenzeiten. Diesen Auftrag erfüllten sie verlässlich seit vielen Jahrzehnten. 

Schätzen und schützen 
Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein unverzichtbares Gut. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel, sich ändernder Konsummuster und dem Bevölkerungswachstum sollen die Menschen sich mehr Klarheit über die Rolle und Leistungen des Wassers in allen Bereichen ihres Lebens und für die biologische Vielfalt verschaffen. Wasser ist eine begrenzte Ressource, deren Wert es zunächst zu erkennen gilt, um es schätzen und schützen zu können.


17. März

Stromerzeugung 2020: Weniger eingespeist, aber mehr Erneuerbare

2020 wurde wegen der Pandemie weniger Strom erzeugt und ins Netz eingespeist.

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Nach einer Meldung des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden im Jahr 2020 in Deutschland 502,6 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt und ins Stromnetz eingespeist. Das seien 5,9 Prozent weniger als 2019 gewesen, dieser Rückgang sei zumindest teilweise auf den niedrigeren Strombedarf infolge des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 zurückzuführen, so das Amt. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der im Inland erzeugten und eingespeisten Strommenge erreichte dabei einen neuen Höchststand: Er stieg von 42,3 Prozent im Jahr 2019 auf 47,0 Prozent. Mit 25,6 Prozent hatte mit der Windkraft erstmals ein erneuerbarer Energieträger den höchsten Anteil an der in einem Jahr eingespeisten Strommenge und löste damit Kohle als wichtigsten Energieträger ab. 2020 wurden 5,4 Prozent mehr Strom aus Windkraft erzeugt als 2019, als der Anteil noch bei 22,8 Prozent gelegen hatte. 

Stromerzeugung aus Kohle weiter gesunken 
Die Stromeinspeisung aus konventionellen Energieträgern sank dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Prozent auf anteilig nur noch 53,0 Prozent an der eingespeisten Strommenge. Insbesondere die Einspeisung von Kohlestrom war mit einem Rückgang um 21,5 Prozent auf einen Anteil von 24,8 Prozent an der gesamten Strommenge deutlich niedriger als 2019. Damals war Kohle mit einem Anteil von 29,8 Prozent noch der wichtigste Energieträger. Die niedrigere Gesamtstromerzeugung sowie der gestiegene Anteil der erneuerbaren Energien und der Rückgang der Stromeinspeisung aus Kohlekraftwerken hängen teilweise mit dem Lockdown im Frühjahr 2020 zusammen: Der vergleichsweise geringe Strombedarf in dieser Zeit konnte zu einem großen Teil aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Aufgrund des Einspeisevorrangs für diese Energieträger wurden viele konventionelle Kraftwerke zurückgefahren. Nur Erdgaskraftwerke, die im Vergleich zu anderen konventionellen Kraftwerken flexibler auf Schwankungen bei der Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energiequellen reagieren können, verzeichneten 2020 einen leichten Anstieg um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Importierte Strommenge gestiegen 
Die importierte Strommenge stieg im Vergleich zu 2019 um 19,7 Prozent auf 40,1 Milliarden kWh. Die exportierte Strommenge sank um 8,0 Prozent auf 67,0 Milliarden kWh. Insgesamt wurde weiterhin mehr Strom aus Deutschland exportiert als nach Deutschland importiert.


10. März

Neuer Energieausweis im Mai

Schon bald gelten neue Regeln für Energieausweise von Gebäuden.

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Ab dem 1. Mai 2021 gelten neue Regeln für die Energieverbrauchsausweise für Gebäude. Wie bei Energiebedarfs- ist dann auch bei Energieverbrauchsausweisen jeder, der ein Haus besitzt, verpflichtet, detaillierte Angaben zur energetischen Bewertung des Gebäudes zu machen. Wer Energieausweise ausstellt, muss die Angaben vor Ort oder anhand geeigneter Fotos prüfen. 

Ausweise von 2011 oder älter betroffen 
Außerdem wird die Höhe der Kohlendioxid-Emissionen in den Energieausweis aufgenommen. Die Änderungen betreffen Energieausweise, die 2011 oder davor ausgestellt wurden. Da Energieausweise nur zehn Jahre gültig sind, müssen Immobilienbesitzer sie unter Umständen erneuern lassen. Für Verkäufer und Vermieter von Ein- oder Zweifamilienhäusern ist der Bedarfsausweis teilweise Pflicht, bei Mehrfamilienhäusern genügt ein Verbrauchsausweis.


3. März

Umfrage: Mehr Zustimmung für alternative Antriebe

Nach einer aktuellen Umfrage kommen Autos mit alternativen Antrieben immer besser bei den Verbrauchern an.

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Laut einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) würden sich 57 Prozent der Befragten für einen Pkw mit alternativem Antrieb entscheiden. Wenn der Kaufpreis derselbe wie bei einem klassischen Verbrenner wäre, würden sogar 73 Prozent ein Fahrzeug mit alternativer Antriebstechnologie wählen. Während die Zustimmung für neue Antriebstechnologien im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, sinkt vor allem der Dieselmotor im Ansehen der Deutschen: Nur 13 Prozent würden sich weiterhin für diesen Antrieb entscheiden. Insgesamt 91 Prozent gaben an, dass der Wechsel auf alternative Antriebe notwendig ist, um CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Bei gleichem Kaufpreis wären die Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Pkw mit 25 Prozent die beliebteste Antriebsart der Befragten nach 34 Prozent in 2019. Es folgen die batterieelektrischen Pkw und Hybrid-Fahrzeugen mit je 23 Prozent nach 17 bzw. 18 Prozent im Jahr 2019. Der Benzinmotor ist bei gleichem Kaufpreis weniger beliebt: Für den konventionellen Verbrenner würden sich lediglich 15 Prozent entscheiden, 2019 waren es 13 Prozent.

Wissensdefizite bei den Verbrauchern
Weil immer mehr Personen klimafreundlich unterwegs sein wollen, seien nun die Hersteller gefragt, das Angebot zu erweitern und erschwingliche Fahrzeuge verschiedener Klassen auf den Markt zu bringen, meint die dena. Die Umfrageergebnisse zeigen nach Ansicht der dena auch, dass Verbraucher noch zu wenig über die neuen Antriebstechnologien informiert sind. So glauben nur 17 Prozent, sich mit Wasserstoff- bzw. Brennstoffzellen-Pkw auszukennen. Auch die Beurteilung der kostengünstigsten Antriebsart zeigt Wissensdefizite: So schätzt eine Mehrheit der Befragten konventionelle Antriebe als günstigste Option ein (62 Prozent), gefolgt von batterieelektrischen Pkw (14 Prozent). Nur jeder Zehnte entschied sich für Erdgasfahrzeuge, deren Kraftstoff am preiswertesten ist. Im Hinblick auf den Klimaschutz ist die Mehrheit davon überzeugt, dass alternative Antriebe am besten geeignet sind, um die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren.


24. Februar

Solaranlagen im Frühjahr checken lassen

Wer auf Sonnenenergie vom eigenen Dach setzt, sollte im Frühjahr einen Solaranlagen-Check durchführen lassen.

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Auch wenn die Schäden an Solaranlagen von Weitem nicht sichtbar sind, können Niederschlag, Stürme und Frost Mängel an den Anlagen verursacht haben, darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Nur wer sie rechtzeitig beseitigen lässt, kann in der sonnenreichen Jahreszeit mit maximalen Erträgen rechnen. Die Inspektion übernehmen Fachleute: Sie entfernen auch Schmutz und Laub und erkennen selbst kleinste Schäden. Ist ein Batteriespeicher im Haus, sollte dieser bei der Kontrolle ebenfalls überprüft werden. 

Solaranlagen und Batteriespeicher kontrollieren lassen 
Bei kleinen oder versteckten Schäden kann ein Überwachungssystem helfen, das in die meisten Solaranlagen eingebaut ist. Es zeigt über eine digitale Plattform oder eine App die Erträge der Anlage an. Liegen die Werte deutlich unter dem Ertrag des Vorjahres oder den Vergleichswerten aus dem Internet, kann das ein Indiz für eine Störung sein. Gleiches gilt für Batteriespeicher: Auch ihre Leistung lässt sich in einem Monitoring-System überwachen. Bei Solarthermieanlagen können die Erträge auch über den Wärmemengenzähler mit den Vorjahreswerten verglichen werden. Wer keinen Zähler besitzt, kann an sonnigen Tagen die Anlage per Hand prüfen. Dabei gilt: Die warme Leitung der Solarthermieanlage sollte sich wärmer anfühlen als die kalte. Zudem sollte die Pumpe normal laufen – dann hört man sie meist leise surren. Fallen Hauseigentümern oder Handwerkern Unregelmäßigkeiten auf, ist eine professionelle Inspektion ratsam. 

Eine Sache fürs Fachhandwerk 
Eine Inspektion sollten unbedingt Fachleute übernehmen, rät Zukunft Altbau. Die Kosten für den Solaranlagen-Check lassen sich von der Steuer absetzen. Bei gleichbleibend hohen Erträgen und einem störungsfreien Betrieb reicht es, die Solaranlage alle vier bis fünf Jahre genauer unter die Lupe zu nehmen. Der optimale Zeitpunkt ist immer vor Beginn der sonnenreichen Jahreszeit. Wer die Betriebsüberwachung komplett abgeben möchte, kann auch einen Wartungsvertrag mit einem Handwerker abschließen. Die Überprüfung erfolgt dann automatisch immer wieder im vereinbarten Rhythmus.


17. Februar

Jahre später fast wie neu: Plastikmüll in der Tiefsee

Plastikteilchen lassen sich heute in allen Regionen der Weltmeere nachweisen.

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Ein Team des GEOMAR Helmholtz- Zentrums für Ozeanforschung in Kiel untersuchte Kunststoffmüll, der 20 Jahre und länger in der Tiefsee lagerte. 815 Kilometer vor Peru entdeckten die Forscher in rund 4 000 Meter Tiefe eine Magerquarkverpackung, auf der Produktbezeichnung und Firmenname des deutschen Herstellers noch bestens lesbar waren. Spuren von Verrottung waren keine zu finden.


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