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Energienews

13. Februar

Ist das Verbot Schrott?

Elektronische Altgeräte aus Europa werden trotz internationaler Verbote nach Asien und/oder Afrika exportiert.

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Mitarbeiter des Basel Action Network (BAN) und Greenpeace haben in zehn EU-Ländern 314 alte LCD- und Röhrenmonitore, PCs und Drucker mit GPS-Peilsendern ausgestattet, um nachzuvollziehen, wo die Geräte final entsorgt werden. Das Ergebnis: Ein Teil des Elektroschrotts reist von der Abgabe an städtischen Sammelstellen bis nach Afrika und Asien. Das ist eigentlich verboten. Laut der Basler Konvention sind alle diese Geräte gefährlicher Abfall, weil sie Schadstoffe wie Quecksilber, Blei, Zinn und bromierte Flammschutzmittel enthalten.

19 der 314 Geräte markierten Geräte wurden exportiert
In Deutschland wurden 54 Geräte mit den Peilsendern ausgestattet. Außerdem wurde Elektroschrott in Belgien (29 Geräte), Dänemark (20), Großbritannien (39), Irland (24), Italien (48) sowie Polen (20), Österreich (18), Spanien (45) und Ungarn (17) mit GPS-Trackern versehen. Nach Afrika reisten sieben Geräte: In Nigeria kamen fünf Altgeräte, in Ghana und Tansania jeweils eines an. Der zur Nachverfolgung markierte Elektroschrott ging außerdem nach Thailand, Hong Kong und Pakistan. Auch in Rumänien und in der Ukraine wurden markierte Altgeräte entsorgt. Aus Deutschland reiste nur ein LCD-Bildschirm von Dresden aus bis auf eine illegale Mülldeponie in die Nähe von Bangkok.

Lücken im deutschen Recyclingkreislauf
Recherchen der Deutschen Umwelthilfe zufolge landen jedes Jahr hunderttausende Tonnen Elektroschrott im Restmüll oder vergiften die Umwelt in Entwicklungsländern. Manfred Santen, Chemieexperte bei Greenpeace, erklärt: „Menschen in Entwicklungsländern, die Elektroschrott zerlegen, sind gesundheitsgefährdenden Schadstoffen oft ungeschützt ausgesetzt. Beim Verbrennen der Geräte können unter anderem hochchlorierte Dioxine entstehen.“


11. Februar

1,4 Millionen Tonnen CO2 mit Abwärme einsparen

Das vom Bundeswirtschaftsministerium ins Leben gerufene Förderprogramm „Abwärmenutzung in gewerblichen Unternehmen“ wird sein CO2-Einsparziel übertreffen.

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat bekannt gegeben, dass die im Rahmen des Förderprogramms „Abwärmenutzung in gewerblichen Unternehmen“ rund 1.300 angestoßenen Projekte nach ihrer Umsetzung jährlich 1,4 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen. Das sind deutlich mehr als die geplante Einsparung von einer Million Tonne CO2.

Nicht nur für den Klimaschutz
„Abwärme ist kein Abfall, ihre Nutzung kann sowohl dem Klimaschutz als auch der Wettbewerbsfähigkeit dienen“, erklärt Altmaier. Das Wirtschaftsministerium hatte das Förderprogramm bereits im Mai 2016 gestartet, die Projektumsetzung läuft noch bis 2020. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 2,5 Milliarden Euro. Das Programm trage damit nicht nur in erheblichem Umfang zum Klimaschutz, sondern auch wirksam zur Modernisierung und Stärkung des Investitionsstandorts Deutschlands bei, so Altmaier weiter.

Förderung der Energieeffizienz für Unternehmen
Zum 1. Januar 2019 ist die Förderung der Abwärmenutzung in das neue Förderprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit“ überführt worden. Die Förderung der Energieeffizienz für Unternehmen ist in diesem Programm gebündelt.


8. Februar

Klimasünder Haustier?

Eine neue Studie zeigt den ökologischen Fußabdruck verschiedener Haustiere. Das Ergebnis: Je größer das Tier, desto schlechter die Ökobilanz.

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Kühe gelten als die Klimasünder Nummer eins unter den Tieren. Bei den Haustieren steht meist der Hund im Verdacht, einen besonders großen ökologischen Fußabdruck zu haben. Eine gründliche Ökobilanzrechnung für Haustiere fehlte bislang allerdings und ist jetzt erstmals von ESU-services, spezialisiert auf Ökobilanzprogramme, durchgeführt worden.

Vergleich mit Autofahrten
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Pferde von allen betrachteten Haustieren die schlechteste Ökobilanz aufweisen. So entspreche die Haltung eines Pferdes pro Jahr der Umweltbelastung einer Autofahrleistung von 21.500 Kilometern – durchschnittlich kommt ein Pkw auf eine Fahrleistung von 13.000 Kilometern im Jahr. Die Umweltbilanz von Hunden entspricht laut Studie einer 3.700 Kilometer langen Autofahrt, Katzen kommen auf 1.400 Kilometer. Kleintiere haben wegen geringerer Futtermengen meist eine deutlich bessere Ökobilanz. Umweltfreundliche Tierhaltung, beispielsweise die Verwendung von Hobelspänen statt Stroh und Streu, kann die Ökobilanz von Haustieren deutlich verbessern.

Betrachtete Faktoren
In der Studie wurden alle relevanten Einflüsse auf die Umweltbilanz erfasst, darunter die Fütterung, die Behausung, Fäkalien, Pkw-Fahrten zum Transport des Tieres sowie Anschaffungen für das Haustier. Nicht erfasst werden gewisse Vorteile, die mit Haustieren einhergehen, wie die Bewegung des Halters an frischer Luft. Umstritten ist, ob beispielsweise Pkw-Fahrten zum Tierarzt oder in Waldgebiete zum Gassi gehen der Ökobilanz des Tieres oder des Halters zuzurechnen sind.


6. Februar

Schneebedeckte Berge nicht nur für Skifahrer

Ein Schweizer Forschungsteam empfiehlt, Fotovoltaik in hochalpinen Regionen zu nutzen, um die Solarstrom-Depression im Winter abzumildern.

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Weiße Gipfel und Sonnenschein lassen das Schneesportler-Herz höher schlagen. Auch für die Fotovoltaik-Technologie bieten hochalpine Gegenden optimale Wetterbedingungen: Denn die intensivere Sonneneinstrahlung sorgt dafür, dass dort auch dann Solarstrom erzeugt werden kann, wenn Nebel und Wolken diesem in niedrigeren Lagen im Winter deutlich verringern. Potenzial und Voraussetzung für die Solarstromerzeugung in den Bergen zeigen Wissenschaftler des Schweizerischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) in einer neuen Studie.

Potenzial von Fotovoltaik in den Alpen
Laut der Studie ist es für die Ausbeute von Solaranlagen in hochalpinen Regionen entscheidend, dass für die Module steilere Neigungswinkel verwendet werden. Die Forscher raten zu senkrechter Aufstellung: „Solche Berganlagen benötigen deutlich weniger Fläche und in Kombination mit steileren Neigungswinkeln der Solarmodule können bis zu 50 Prozent des Winterdefizits in der Stromerzeugung kompensiert werden.“ Durch die senkrechte Aufstellung wird vermieden, dass die Module vom Schnee bedeckt werden. Zusätzlich kann die vom Schnee reflektierte Strahlung genutzt werden.

Energiestrategie der Schweiz
Das Schweizer Forschungsteam ist sich sicher, dass Solarmodule auf schneebedeckten Bergen dazu beitragen, die Schweizer „Energiestrategie 2050“ umzusetzen. Die Strategie sieht vor, fünf Kernkraftwerke am Ende ihrer Nutzungsdauer zu schließen und den wegfallenden Atomstrom zum Teil durch Fotovoltaik zu ersetzen. „Unsere Studie zeigt, dass Photovoltaik-Systeme in den Bergen im Vergleich zu Anlagen auf den Dächern von Gebäuden im Schweizer Mittelland viel besser in der Lage sind, die Versorgungslücke zu schließen, die durch den Ausstieg aus der Kernenergie entstehen wird, da Solarmodule in großen Höhen pro Quadratmeter nicht nur in größeren Mengen, sondern auch bei Bedarf Strom produzieren“, sagte Annelen Kahl, eine der Autoren.


4. Februar

Droht auch 2019 ein Hitzejahr?

2018 war das viertheißeste Jahr seit Beginn der weltweiten Wettermessung. 2019 könnte es noch heißer werden.

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Nicht nur die Deutschen stöhnten im vergangenen Sommer über wochenlange Hitze und Dürre. Fast überall auf der Welt war es 2018 wärmer als im Durchschnitt. Kälter war es lediglich in Teilen Grönlands und Kanadas. Laut der US-Klimabehörde NOAA ist 2018 das weltweit viertheißeste Jahr seit Beginn der Wettermessungen vor rund 140 Jahren. In Deutschland war es sogar das heißeste. Und 2019 könnte noch heißer werden.

Rückkehr des Klimaphänomens „El Niño“?
Bereits in den Jahren 2014, 2015 und 2016 wurden die weltweiten Hitzerekorde jährlich gebrochen. Lediglich 2017 ergab sich ein leichter Abwärtstrend, der auf das Wetterphänomen „La Niña“ zurückgeführt wurde. Dieses hatte die Wassertemperatur im Ostpazifik gesenkt, die im vorausgegangenen Jahr durch „El Niño“ stark angestiegen ist. Für 2019 rechnen Forscher der internationalen Wetterorganisation WMO allerdings mit der Möglichkeit, dass EL Niño zurückkehrt. „Wenn sich El Niño entwickelt, wird 2019 sehr wahrscheinlich wärmer als 2018“, heißt es im Jahresbericht der WMO.

Globale Auswirkungen
Ein weiterer Anstieg der Temperaturen im Jahr 2019 würde sich überall bemerkbar machen: „Jeder Bruchteil eines Grades von Erwärmung verändert die menschliche Gesundheit, den Zugang zu Essen und Trinkwasser, das Aussterben von Tieren und Pflanzen bis hin zu den Korallenriffen und dem Leben im Meer“, sagt WMO-Generalsekretärin Elena Manaenkova.


1. Februar

Smarte Komponenten für mehr Reichweite

In einem neuen Projekt wird hochintegrierte Antriebstechnik für E-Fahrzeuge entwickelt, um bei gleicher Batteriekapazität mehr Reichweite zu generieren.

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Um die Reichweite von Elektro-Fahrzeugen zu erhöhen, fördert die EU das Projekt „Electric Vehicle Components for 1.000 km daily trips (EVC1000)“ mit 6,8 Millionen Euro. Zehn Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft in ganz Europa arbeiten an dem Projekt zusammen, unter anderem mit dabei ist der deutsche Automobilkonzern Audi.

Ziel des Projekts
Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen Fahrzeugkomponenten entwickelt werden, die Antriebsstrang und Fahrwerksysteme so kombinieren, dass bei einem Elektro-SUV bei einer einmaligen Aufladung von 90 Minuten eine Reichweite von 1.000 Kilometer erreicht wird. Zu den neuentwickelten Komponenten gehören Radnabenmotoren mit einer integrierten Leistungselektronik, ein elektromagnetische Radaufhängung und ein integrierter Controller für die Fahrdynamikregelung sowie das Energiemanagement.

Serienreife Demonstratoren
Die neuen Komponenten werden in zwei serienreifen Elektrofahrzeugen als Demonstratoren eingebaut. Dazu baut die TU Ilmenau in Zusammenarbeit mit dem Fahrzeughersteller Audi und dem italienischen Hersteller JAC zwei SUV-Modelle. Der Projektverantwortliche der TU Ilmenau, Klaus Augsburg, zeigt sich zu den ambitionierten Zielen zuversichtlich: „Alle Projektpartner haben in der jüngeren Vergangenheit ihr hohes Know-how auf den relevanten Technologiegebieten gezeigt.“


30. Januar

500 Gigawatt Fotovoltaik auf der Erde

Neuer Meilenstein erreicht: Weltweit sind Sonnenstromanlagen mit einer Leistung von insgesamt 500 Gigawatt installiert.

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Die Zahlen gibt der Bundesverband Solarwirtschaft auf Basis aktueller Markteinschätzungen bekannt. Allein 100 Gigawatt kamen im Jahr 2018 dazu. „Die als Weltraumtechnologie gestartete Photovoltaik ist innerhalb weniger Jahrzehnte extrem preiswert geworden und heute bereits in vielen Regionen und Marktsegmenten die günstigste Form der Stromerzeugung“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Deutschland wird abgehängt
Aktuell sind in Deutschland Fotovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von circa 46 Gigawatt installiert. Der einstige Vorreiter wurde aufgrund des schwachen Zubaus in den vergangenen Jahren mittlerweile von China (174 Gigawatt), den USA (63 Gigawatt) und Japan (60 Gigawatt) abgehängt. „Der Kohleausstieg gelingt nur mit einem starken Ausbau der Erneuerbaren Energien. Deshalb sollte die Bundesregierung das volle Potenzial der preiswerten Photovoltaik nutzen und unsinnige Hemmnisse wie den 52-GW-Deckel beseitigen“, so Körnig.

Solarparks bauen, um Klimaziele zu erreichen
Als positiv bewertet der Bundesverband Solarwirtschaft die Sonderausschreibungen für Wind- und Solarparks. Bis zum Jahr 2021 sollen große Fotovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt vier Gigawatt ausgeschrieben werden. „Solarparks können sehr günstig Strom erzeugen und sind damit neben der Gebäude-Fotovoltaik ein wesentlicher Baustein für das Erreichen der Klimaziele Deutschlands“, erklärt Körnig.


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