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Energiespartipps

Wer im Haushalt Energie spart, schont nicht nur seinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Stromsparen ist ein sehr effektives Mittel zur Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen und daher ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Hier ein paar nützliche Tipps, wie Sie im gesamten Haushalt Strom sparen können:

Eine Broschüre mit besonders sparsamen Haushaltsgeräten können Sie hier als pdf herunterladen.

Mehrfachstecker im Gras, Stromsparen

Stromsparen beim Kochen

Etwa 11 Prozent des gesamten Stromverbrauchs entfallen aufs Kochen, Braten und Backen. Hier kann man erheblich Strom sparen. Ohne Deckel zu kochen, vergeudet unglaubliche 300 Prozent. Das Zudecken bewirkt, dass die für den Kochvorgang erforderliche Wärme im Topf bleibt und sich die Kochdauer dadurch deutlich verringert. So benötigt man zum Kochen von 1,5 Litern Suppe ohne Deckel drei Mal so viel Energie wie mit Deckel.

Der Boden des Kochgeschirrs sollte möglichst eben sein. Dadurch liegt es auf der Kochplatte des E-Herds gut auf und nutzt die Wärme optimal. Außerdem sollten Geschirr und Kochplatte zusammenpassen. Wenn der Topf nur um drei Zentimeter kleiner ist, gehen schon 30 Prozent der Energie verloren. Bis zu beachtlichen 50 Prozent an Energie lassen sich mit einem Druck-Kochtopf sparen, nämlich bei Speisen, deren Zubereitung lange dauert: Rindfleisch, Rindsherz, Gulasch usw. Das Geheimnis liegt in der Zeitersparnis und dem Umstand, dass nach Erreichen des entsprechenden Druckes auf ganz kleine Hitze umgeschaltet werden kann.

Auf Elektroherden sollten Speisen mit möglichst wenig Flüssigkeit zubereitet werden. Durch die genaue Dosierbarkeit der Hitze brennen die Gerichte nicht an. Wenn man beispielsweise einen Liter Wasser verwendet, obwohl nur ein Viertel davon nötig wäre, vergeudet 25 Prozent Energie, da die Kochzeit deutlich länger ist. Die Kochplatte erst nach dem Aufsetzen des Kochtopfes einschalten, um unnötige Wärmeabgabe an den Raum zu vermeiden. Herdplatten mit Taktschaltung und Thermostat werden zum Anbraten oder Ankochen auf höchste Stufe gestellt und dann rechtzeitig zurückgeschaltet. Ein guter Tipp: Die Restwärme nutzen indem man die Herdplatte schon vor Ende der Kochzeit abschaltet.

Zum Thema Backofen gilt: Das Backrohr nur dann vorheizen, wenn das Kochrezept dies ausdrücklich verlangt. Heißluft-Backrohre müssen überhaupt nicht vorgeheizt werden. Die Nachwärme nutzen indem man - je nach Backdauer - 10 bis 15 Minuten vor Ende der Garzeit abschaltet.

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Frau hält Schneidebrett mit geschnittenen Tomaten, Stromsparen beim Kochen




























Stromsparen beim Kühlen

Schon beim Kauf von Kühl- und Gefriergeräten lässt sich sparen. Die Streuung des Energieverbrauchs bei den Angeboten verschiedener Hersteller ist nämlich beachtlich. Zwar haben die Geräte keine besonders hohen Anschlusswerte, da sie aber das ganze Jahr über in Betrieb sind, haben selbst kleine Unterschiede hohe Auswirkungen auf die Stromrechnung. Vor allem wenn man bedenkt, dass manche Geräte um bis zu viermal mehr Strom benötigen als andere. Also: das Energielabel beachten. Darauf erkennt man die Effizienzklasse: von A (Energiespargerät) bis G (Gerät mit hohem Verbrauch).

Beim Einbau auf den Stellplatz des Kühlgerätes achten. Noch immer steht der Herd oft neben dem Kühlschrank. Die vom Herd abgegebene Wärmemenge treibt den Energieverbrauch des Kühlschranks maßgeblich in die Höhe. Da die Isolierung dann nicht ausreicht, schaltet sich der Thermostat deutlich öfter ein, um die erforderliche Kälteleistung zu erbringen. Viele Kühlschränke sind zu kalt eingestellt. Eine mittlere Kühltemperatur von plus fünf Grad reicht ohne Weiteres aus. Wird jedoch unnötigerweise auf drei Grad heruntergekühlt, steigt der Verbrauch um mindestens 15 Prozent. Daher ist es zur ständigen Temperaturüberprüfung sinnvoll, ein Thermometer in den Kühlschrank zu legen.

Keine heißen Speisen oder Getränke in den Kühlschrank stellen! Die Folge sind verstärkte Eisbildung und damit erhöhter Energiebedarf. Die Dichtungslippen bei den Türen müssen regelmäßig gereinigt und auf Risse überprüft werden. Eine undichte oder schlecht schließende Tür verursacht ein Vielfaches an Energieverbrauch. Ebenso wichtig: die Lüftungsgitter putzen und freihalten. Das gilt auch für die Kühlschlangen auf der Rückseite.

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Frau schaut in den Kühlschrank, Stromsparen beim Kühlen

Stromsparen beim Waschen

Bei voller Auslastung verbraucht Ihre Waschmaschine fast gleich viel Strom wie bei einer halben Befüllung. Eine halb gefüllte Maschine verbraucht immer noch zwei Drittel der Energie. Es zahlt sich aus, die Energiesparprogramme zu nutzen. Normal verschmutzte Wäsche wird bei 60° genauso sauber wie bei 95°. Nur Säuglings- und Krankenwäsche sollte man noch kochen. Für alle anderen Textilien reichen geringere Temperaturen. Damit schonen Sie die Umwelt und Ihr Portemonnaie.

Auf die Vorwäsche kann - außer bei starker Verschmutzung - verzichtet werden. Dadurch reduziert man den Verbrauch um 10 Prozent. Außerdem spart man Waschmittel und schont die Umwelt durch geringere Mengen an Abwasser.

Unabhängig von der Temperatur ist auch der richtige Einsatz des Waschmittels für die Reinheit sowie die Umweltbilanz entscheidend. Technische Lösungen wie beispielsweise Direkt-Einspülsysteme ermöglichen heute einen wesentlich geringeren Einsatz von Waschmitteln. Bessere Waschergebnisse bei niedriger Dosierung erzielt auch die getrennte Zugabe aller Waschmittelkomponenten in speziellen Einspülkammern. So werden Basiswaschmittel, Enthärtungs- sowie Bleichmittel nach dem Baukastensystem zeitversetzt in den Waschprozess eingeführt.

Die Wäsche stets "bügelfeucht" bügeln. Sowohl zu feuchte als auch zu trockene Wäsche muss man länger bügeln.

Übrigens: Der Stromverbrauch beim Bügeln ist beträchtlich. Etwa 1,3 Kilowattstunden für 5 Kilogramm Wäsche. Durch Verwendung eines wärmereflektierenden Bügelbrettbezugs kann eine Menge Energie gespart werden.

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Junge neben geöffneter Waschmaschine, Stromsparen beim Wäsche waschen

Stromsparen beim Trocknen

Für den Wäschetrockner gelten beim Energiesparen die selben Regeln wie fürs Waschen. Nur volle Maschinen trocknen. Beim Kauf die auf dem Energieetikett angegebenen Verbrauchswerte vergleichen. Gewinner der Energiebilanz sind so genannte Ablufttrockner, die niedrigere Verbrauchswerte haben als Kondensationsgeräte.

Auch mit der Bedienung der Geräte lässt sich Energie sparen: So verkürzt sich die Trockendauer, wenn die Trommel mit ähnlichen Kleidungsstücken in Sachen Material, Größe und Dicke gefüllt ist. Ebenso wirkt sich das regelmäßige Reinigen des Luftfilters positiv auf die Leistung des Gerätes aus. Und ganz wichtig: Nach Gebrauch stets vollkommen ausschalten, da viele Geräte nach Programmablauf immer noch Strom verbrauchen.

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Zwei Frauen hängen Wäsche an eine Leine, Stromsparen beim Trocknen

Stromsparen beim Abwaschen

Etwa ein Viertel des Warmwasserverbrauchs im Haushalt geht auf Kosten der Küche. Effizientes Abwaschen hält hier den Verbrauch niedrig. Es ist nicht nötig, dass Geschirr heiß abzuspülen, ehe es in den Geschirrspüler gestellt wird. Einerseits kostet diese Maßnahme Energie, andererseits löst sich beispielweise Eiweiß nur mit kaltem Wasser.

Den Geschirrspüler erst in Betrieb nehmen, wenn er möglichst voll ist. Wie bei Waschmaschinen ist es - trotz Sparprogrammen - immer noch günstiger, einmal voll als zweimal halb zu spülen! Den Geschirrspüler an die Warmwasserversorgung anschließen. Damit kann man viel Strom sparen, denn die meiste Energie benötigt der Geschirrspüler zum Aufheizen des Wassers, der Verbrauch für Motor und Pumpen ist relativ niedrig. Bei den allermeisten Geräten ist es technisch kein Problem, den Geschirrspüler ans Warmwasser anzuschließen.

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Frau beim Spülen, mit den Spartipps der Stadtwerke Oerlinghausen Strom sparen beim Spülen

Stromsparen bei der Beleuchtung

Eine herkömmliche Glühlampe wandelt etwa 90 Prozent der elektrischen Energie in Wärme um, nur der geringe Rest wird in Licht umgewandelt. Eine denkbar ineffiziente Lösung. Halogenlampen sind zwar effizienter, aber auch sie wandeln einen Großteil der Energie in Wärme um und sind somit keine Energiesparlampen. Bei Leuchtstoffröhren beträgt die Lichtausbeute ein Vielfaches. Sie sind allerdings schwerer und größer als Glühlampen und daher nicht überall einsetzbar. Außerdem beinhalten sie einen Zünder und eine Drossel, weshalb bei ihrer Entsorgung mehr giftiger Müll anfällt.

Energiesparlampen sind dann sinnvoll, wenn die Lampe nicht ständig an- und ausgeschaltet wird. Die neue Generation von Energiesparlampen hält rund achtmal länger als eine herkömmliche Glühbirne und hat eine fünfmal höhere Lichtausbeute. Das heißt, eine 20 Watt Energiesparlampe erzielt etwa die gleiche Lichtleistung wie eine 100 Watt Glühlampe. Der Verbrauch ist um rund 80 Prozent geringer. Die teure Anschaffung rechnet sich also.

Bei Glühlampen wirkt sich die Schalthäufigkeit nicht merklich auf die Lebensdauer aus. Bei Energiesparlampen hingegen sehr wohl. Denn die Lebensdauer von 8.000 Stunden basiert auf einem Testrhythmus von drei Stunden. Kritisch ist weniger die Einschaltzeit, sondern die Ausschaltzeit, besonders das Ein- und Ausschalten innerhalb kurzer Intervalle. Daher empfiehlt es sich, zwischen Ein- und Ausschalten wenigstens drei Minuten verstreichen zu lassen.

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Frau schaltet Lampe an, Stromsparen mit Energiesparlampen

Stromsparen bei Computer und Co.

Auch bei der EDV kann man Energie sparen, wenn man einige Punkte beachtet. In Pausen den Monitor bewusst ausschalten. Beim Rechner selbst spart die automatische Stromsparfunktion zwar bei richtiger Einstellung Strom, besser ist es aber, durch Ausschalten den Verbrauch auf Null zu reduzieren. Das Argument, dass dies einigen Komponenten schaden würde, stimmt nicht. Die Festplatte beispielsweise ist für mehrere 10.000 Start-Stop-Zyklen ausgelegt. Diese werden jedoch nie erreicht, weil der Rechner bereits vorher veraltet ist.

Benutzen Sie Mehrfachsteckdosen mit eingebautem Ausschalter. Damit stellen Sie sicher, dass Sie alle Geräte vom Netz getrennt haben. Ein moderner Computer oder Monitor verbraucht auch im ausgeschalteten Zustand noch Strom, was völlig unnötig ist. Außerdem werden damit auch vorhandene Zusatzgeräte (z.B. Netzteil für das Modem) vom Netzt getrennt. Übrigens: LCD-Monitore brauchen nur etwa halb so viel Energie wie Röhrenmonitore.

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Drei Kinder, eines mit Laptop auf den Knien, Stromsparen bei Computer und Co.

Stromsparen bei Kleingeräten

Auch die vielen kleinen elektrischen Geräte, zum Beispiel elektrische Saftpressen, elektrische Messer oder Brotschneidemaschinen brauchen Energie. Der Verbrauch ist zum Teil recht hoch. Das Einsparpotenzial ist allerdings bei dieser Gerätegruppe nicht so groß, da sie selten in Betrieb sind.

Zum Thema Batterien: in der heutigen Zeit ist es nicht nötig, die Umwelt mit Wegwerfbatterien zu belasten. Jede Batterie benötigt in der Herstellung 40-mal mehr Energie als sie liefern kann. Aufladbare Akkus sind besser und kostengünstiger. Noch besser ist jedoch die Verwendung eines Netzteils.

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Mann und Frau bedienen Kaffeemaschine, Stromsparen bei Kleingeräten

Stand-by vermeiden

Der kleine rote Punkt am Fernseher ist eine angenehme Sache. Ebenso der Radiowecker, der Videorecorder oder die HiFi-Anlage - elektrische Geräte, allzeit bereit, aber auch allzeit Energie fressend. Denn die Kehrseite der Medaille ist der Stromverbrauch. Messungen des Strombedarfs elektronischer Geräte im Stand-by-Betrieb haben ergeben, dass kaum ein Gerät weniger als 5 Watt , die meisten zwischen 10 und 25 Watt und manche sogar noch mehr benötigen. Die größten "heimlichen Stromfresser" sind Fernsehgeräte und Videorecorder.

Die beste Energiesparmaßnahme: ausschalten! Das ist meist möglich, obwohl einige Geräte auf dem Markt sind, die nur eine beschränkte Schalthäufigkeit zulassen. Der Nachteil bei Videorecordern: durch das Betätigen des Netzschalters können leider die Uhrzeit sowie die abgespeicherten Einstellungen verloren gehen.

Folgende Anschlusswerte sind in einem Haushalt mit Stand-by-Verbrauchern zu erwarten: Videorecorder (10 Watt), Farbfernsehgerät (15 Watt), Radiowecker (5 Watt), 20 Watt Halogenlampe mit Steckernetzteil (5 Watt), HiFi-Anlage (10 Watt). Die durch den Stand-by-Betrieb verursachten Jahreskosten betragen im Schnitt immerhin rund 70 Euro.

Überlegen Sie, wo Sie ohne Komfortverlust auf den Stand-by-Betrieb verzichten können. Muss das Ladegerät für das Mobiltelefon immer eingesteckt sein? Oder das Batterieladegerät für Ihre Akkus zum Beispiel von der Videokamera? Oder der elektrische Rasierer, Zahnbürste oder der Handstaubsauger?

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Hand, die roten Stecker aus Steckdose zieht, Stand-by-Verluste vermeiden
 

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Wir zeigen Ihnen, wie Sie im Haushalt und im Büro mit einfachen Mitteln eine Menge Energie und Geld sparen können.

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