| Rundes Jubiläum in der Alexanderkirche: Genau vor 100 Jahren wurde auf elektrisches Licht umgestellt. Schon damals boten die Stadtwerke mehr als Strom. Am 25. Oktober 1903 tagte der Kirchenvorstand der evangelischen Alexanderkirche. Auf der Tagesordnung stand das Thema Beleuchtung der Kirche. Der Vorstand beschloss, die gesamte Beleuchtung auf elektrisches Licht umzustellen und einen Anschluss an das Versorgungsnetz des damaligen Elektrizitätswerks herzustellen. WeihnachtsglanzSchon im Dezember 1903 war es dann so weit: Die Arbeiten wurden rechtzeitig zu Weihnachten abgeschlossen. Pastor Reber wird das Fest mit seiner Gemeinde im doppelten Lichterglanz und mit besonderer Freude gefeiert haben. Elektrisches Licht war damals noch etwas Besonderes, meist spendeten Öl- oder Gaslampen ein weniger komfortables und weniger helles Licht. Obendrein verschmutzten sie schnell, verbreiteten Ruß und rochen nicht gerade angenehm. Viele der Besucher dürften die schöne Alexanderkirche zu Heiligabend also tatsächlich in neuem Licht gesehen haben. Billig war das Vergnügen damals nicht, sondern fast luxuriös: Exakt 768,33 Mark wies die Endabrechnung für die gesamte Installation und den Anschluss an den technischen Fortschritt aus. |
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Licht und mehrSchon anno dazumal bot das E-Werk etwas, was man heute Contracting nennt: Geliefert wurden nicht nur Material und Anschluss, sondern gleich die gesamte Beleuchtungsanlage, Montage durch die Spezialisten mit inbegriffen. Das Versorgungsunternehmen übernahm für ein festes Entgelt nicht nur die Investition, sondern lieferte eine komplette Dienstleistung. Damals eben Kirchenlicht. |
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| Heute, 100 Jahre später, beliefern die Stadtwerke Oerlinghausen alle Einrichtungen der Evangelischen Kirchengemeinde mit Wärme, Strom und Wasser. Neben der Alexanderkirche mit Pfarrhaus, Gemeindebüro und Begegnungsstätte gehören dazu Kirche und Kindergarten Helpup, Bonhoeffer-Haus und Kindergarten „Regenbogen“, Altenheim Oerlinghausen sowie Friedhofskapelle und Kirche Lipperreihe.Eine so lange Zusammenarbeit verbindet und verpflichtet: Anlässlich des Jubiläums unterstützen die Stadtwerke die Aufarbeitung und spätere Ausstellung der alten Kirchenuhr durch zwei erfahrene Oerlinghauser Uhrmacher. Damit die Alexanderkirche auch künftig mit der Zeit geht. |
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