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Energie News

(02.09) Intelligente Waschmaschine

Miele stellt auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin die weltweit ersten sogenannten Smart-Grid-fähigen Hausgeräte vor. Der Clou: Die weiße Ware kommuniziert über W-LAN mit dem Internet und wird über den aktuell günstigsten Strompreis informiert. Waschmaschinen, Trockner und Co. schalten sich dann ein, wenn der Strom verfügbar und am billigsten ist. "Gerade bei Themen wie Windenergie und Photovoltaik steht der Strom nicht immer dann bereit, wenn er gebraucht wird. Daher ist es das Ziel, den Strom dann zu nutzen, wenn er zur Verfügung steht", erklärt Thomas Köster, Head of Diagnostic Tools bei Miele.

Beim Einsparen von Strom wird die Smart- Grid- Technologie nächstes Jahr an Bedeutung gewinnen, da die Stromversorger ab Januar 2011 in Deutschland dazu verpflichtet sind, ein vielfältiges Angebot an Stromtarifen zu bieten und diese im Internet zu kommunizieren.

 

(31.08) Allgemeine Unklarheit

Auch ein Jahr nach Beginn der Umstellung auf Energiesparlampen hapert es bei deren korrekter Entsorgung, kritisieren Verbraucherschützer. Weil sie geringe Mengen Quecksilber enthalten, gehören defekte Energiesparlampen nicht in den Restmüll. Geschäfte nehmen sie jedoch häufig nicht zurück. Dies zeigte eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in 200 Läden.

Bei dem Test fanden sich nur in jedem zehnten Geschäft Rückgabeboxen für defekte Energiesparlampen – meist in Baumärkten. In Drogerien, Supermärkten oder bei Discountern mussten die Tester nachfragen. Die Antworten reichten von „Keine Ahnung" über „Bitte in die Batteriebox" bis hin zu „Wir nehmen Energiesparlampen zurück, werfen sie aber in den Restmüll." Etwa die Hälfte der Läden verweigerte die Rücknahme.

 

(26.08) Plus-Energie-Haus

Das Bundesbauministerium hat am 25. August einen Wettbewerb zum Bau eines Plus-Energie-Hauses initiiert. Das Ziel: Bis Herbst 2011 soll ein Haus entstehen, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Und zwar so viel mehr Energie, dass es für den Betrieb mehrerer Elektroautos reicht. Anders als bei früheren Prototypen von Plus-Energie-Häusern sollen in diesem Gebäude nach Fertigstellung auch Bewohner einziehen und dauerhaft darin leben.

„Das ist ein Schritt in die Zukunft“, kommentierte Bundesbauminister Peter Ramsauer das Projekt. „Das Haus wird vom Verbraucher zum Energieversorger und trägt darüber hinaus zu einer klima- und stadtfreundlichen Mobilität bei.“

 

(23.08) Sprüh-Solarzellen

Ein norwegisches Unternehmen hat auf der Grundlage der Dünnschicht-Technik Solarzellen entwickelt, die im Sprühverfahren auf Flächen wie Fenster oder Dachziegel aufgebracht werden können. Mit einem anvisierten Wirkungsgrad von etwa 20 Prozent sollen die Sprüh-Zellen im Bereich marktüblicher Photovoltaik-Anlagen arbeiten. Bis 2016 soll die Technik marktreif sein.

„Der Film mit den Nanopartikeln könnte schon jetzt als Spray gefertigt werden“, schildert ein Unternehmenssprecher den aktuellen Entwicklungsstand, „Die Herausforderung werden die Elektroden sein.“ Neben der Verbesserung der Praxistauglichkeit arbeiten die Norweger weiter an der Optimierung des Wirkungsgrades.

 

(20.08) Förderstopp

Am 19. August hat die staatliche Förderbank KfW bekanntgegeben, dass sie die Unterstützung für Maßnahmen zur energetischen Sanierung zum Ende des Monats einstellen wird. Grund für den Förderstopp sei die unerwartet hohe Nachfrage. Allein im ersten Halbjahr 2010 habe die Bank laut Presseinformationen etwa fünf Milliarden Euro an Förderungen vergeben. Im gleichen Zeitraum 2009 seien es nur 3,7 Milliarden gewesen.

Die Kürzungen beziehen sich allerdings ausschließlich auf sogenannte Einzelmaßnahmen. Das sind kleinere Sanierungsprojekte, die nur einen Teil des Hauses betreffen, wie der Austausch einer Nachtspeicherheizung oder Maßnahmen zur Dämmung. Neubauten und Grundsanierungen, die sich an bestimmten Effizienzklassen orientieren, werden weiterhin gefördert.

 

(19.08) Elektro-Rennen

Vier Teams sind am 16. August mit Elektrofahrzeugen zum „Zero Emission Race“ gestartet. Die vier Mannschaften aus der Schweiz, Deutschland, Australien und Südkorea wollen in 80 Tagen Fahrzeit eine Strecke von 30.000 Kilometern zurücklegen und pünktlich zum nächsten Klimagipfel Ende November in Cancún, Mexiko, ankommen. Ihr Weg führt sie durch 16 Länder und 150 Städte. Wichtige Stationen werden Metropolen wie Moskau, Los Angeles, Shanghai, Berlin oder Wien sein.

Organisator des Rennens ist der Schweizer Louis Palmer. 2008 umrundete er als erster Mensch mit einem solarbetriebenen Auto die Welt. „Wir wollen mit diesem Rennen zeigen, dass sieben Milliarden Menschen erneuerbare Energien und saubere Mobilität brauchen“, erläuterte Palmer vor dem Start. „Erdöl geht irgendwann mal aus, und die Klimakrise kommt. Wir stecken alle in einem Rennen gegen die Zeit.“

 

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